A wide view of a Margate seaside promenade and beach at low tide, with historic buildings, steps leading to the sand and reflections in shallow pools under an overcast sky. Photo by Connor Redmond with the Sony RX1R III.

Testbericht: Sony RX1R III | Winzige Vollformatkamera

Veröffentlicht am 16. März 2026 von MPB

Sony hat endlich eine aktualisierte Version seiner kultigen Vollformat-Kompaktkamera herausgebracht. Die Sony RX1R III kommt mit einem fest verbauten Zeiss-Objektiv mit 35 mm und Lichtstärke f/2 und einem noch kleineren Gehäuse als beim Vorgängermodell. Damit positioniert sie sich als die ultimative hochauflösende Alltagskamera (sofern du bereit bist, dafür richtig Geld hinzulegen).

Fotograf Connor Redmond hatte die Sony RX1R III in Margate mit dabei, um sie an der Küste und in schlecht beleuchteten Innenräumen ausführlich zu testen. Entdecke, ob diese winzige Vollformat-Kompaktkamera die Erwartungen in puncto Bildqualität, Handling, Ergonomie und Autofokusleistung erfüllt, und ob ihr Preis trotz fehlender Funktionen gerechtfertigt ist.

Disclaimer für alle Sony-Fans: Die RX1R III ist eine schöne Kamera, aber überraschenderweise fehlen hier einige Funktionen, die für ihre Zielgruppe oder die meisten Fotograf:innen wichtig sind, zum Beispiel eine kamerainterne Bildstabilisierung.

Frontale Studioaufnahme einer schräg auf einem Metallarm montierten Sony RX1R III, die das Zeiss Sonnar T* 35mm F2-Objektiv, den strukturierten Griff und das kompakte Vollformatgehäuse auf weißem Hintergrund zeigt.

Die 2025 erschienene RX1R III war für Fans der RX1-Reihe längst überfällig, denn das Vorgängermodell RX1R II war zu diesem Zeitpunkt bereits über zehn Jahre alt. In Kamerajahren ist das eine ganz schön lange Pause, was wiederum große Erwartungen an die Updates beim Nachfolgemodell geweckt hat.

Langzeitbelichtung des Brighton Pier in der Abenddämmerung, mit ruhigem Pastellhimmel, Pierbeleuchtung und dem sanft verschwommenen Meer. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III vom Strand aus.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/22 | 1.6 sec | ISO 50

Sony RX1R III: Technische Daten

Sensor

Vollformat

Rückseitige Belichtung

Ja

Megapixel

61

Prozessor

Bionz XR

Objektiv

35 mm f/2

Autofokus

Phase/Kontrast, Motiv

Autofokuspunkte

693

Verschluss (mech.)

1/4000

Verschluss (elek.)

1/8000

Sucher

Elektronisch

Display

3 Zoll, unbeweglich

Max. Video

4K 30p

Bitrate

10-bit 4:2:2

Speicher

SD

Akku

NP-FW50

Akkulaufzeit

ca. 270–300 Aufnahmen

Gewicht

ca. 500 g

Erscheinungsjahr

2025

Stärken

  • Vollformat-Bildqualität in einem kompakten Gehäuse

  • Kleinste Vollformatkamera auf dem Markt

  • Hervorragende RAW-Flexibilität und kamerainternes Cropping

  • Klassenbester KI-gestützter Autofokus

  • USB-C-Ladefunktion und verbesserte Konnektivität

Schwächen

  • Für eine Kompaktkamera mit Festbrennweite ziemlich teuer

  • Keine kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS)

  • Kein neigbares Display

  • Durchschnittliche Akkulaufzeit

  • Nur ein SD-Kartensteckplatz und große Dateien

  • Die Videofunktionen können mit manch anderen Sony-Kameras nicht mithalten

Ein kleiner Baum mit leuchtend roten Beeren vor einem Wohngebäude mit einer Fassade aus Backstein und cremefarbenem Putz bei sanftem Tageslicht. Im Vordergrund, eine grüne Wiese. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/8.0 | 1/125 sec | ISO 500 

Design und Handling

Ich glaube, wir haben es schon erwähnt, aber die RX1R III ist wirklich klein – sogar winzig. Sie ist flach, minimalistisch und schlicht gehalten, und ihre Designphilosophie erinnert ein wenig an eine Leica-Kamera. Das Einzige, was aus dem Gehäuse herausragt, sind der Sucher und das Objektiv. Ansonsten ist das Gehäuse aus Magnesiumlegierung rechteckig und robust.

Rückseitige Studioaufnahme einer schräg auf einem Metallarm montierten Sony RX1R III, die das feste LCD-Display, verschiedene Tasten und den integrierten elektronischen Sucher auf weißem Hintergrund zeigt.

Gebrauchte Sony RX1R III

Das Erste, was dir auffällt, wenn du die RX1R III in die Hand nimmst, ist ihre Handlichkeit. Gleichzeitig ist sie aber auch schwer genug, um nicht wie ein Spielzeug zu wirken. Sie vermittelt das „Premium“-Gefühl, das wir von Sony kennen und lieben, auch wenn sie nicht wetterfest ist und nicht ganz an das Luxuserlebnis der Leica Q-Serie heranreicht. Insgesamt ist die RX1R III im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen, der Sony RX1R und der Sony DSC-RX1R Mark II aber deutlich besser verarbeitet.

Draufsicht einer schräg auf einem Metallarm montierten Sony RX1R III mit dem festen 35-mm-Objektiv, Blendenring, Belichtungsrädern und dem minimalistischen Bedienfeld auf der Deckplatte.

Gebrauchte Sony RX1R III

Aber was genau fehlt bei dieser Kamera eigentlich? Nun, das größte Manko ist für mich persönlich das unbewegliche Display. Ich weiß, dass ein entsprechender Mechanismus zusätzliches Gewicht bedeutet hätte, aber der Sinn einer winzigen Kompaktkamera ist doch, dass man sie einhändig und aus seltsamen und interessanten Winkeln bedienen kann, Aufnahmen aus der Froschperspektive machen kann oder bei Aufnahmen im Street-Style auf Hüfthöhe arbeiten kann. Erschwerend hinzu kommt, dass das Vorgängermodell RX1R II ein neigbares Display hatte.

Wenn du eine Kamera speziell für die Streetfotografie suchst, findest du in unserem Artikel über die besten Kameras für Streetfotografie ein paar passende Alternativen.

Eine weitere Enttäuschung ist der Sucher. Das Nutzungserlebnis fühlt sich alles andere als premium und eher wie eine Mittelklasseoption an. Außerdem gefällt mir nicht, wie der Sucher aus dem Gehäuse herausragt. Ich persönlich bevorzuge den Pop-up-Sucher der RX1R II und verstehe nicht ganz, warum dieses Design geändert wurde. Vermutlich liegt auch das an Sonys Jagd auf das kleinstmögliche Kameraformat.

Draufsicht auf die Sony RX1R III mit dem fest verbauten 35-mm-Objektiv von Zeiss, Blenden- und Fokusringen, Auslöser und Belichtungsrädern vor einem Studiohintergrund.

Gebrauchte Sony RX1R III

Sony hat sich 10 Jahre Zeit gelassen, um ein Nachfolgemodell für diese Kamerareihe auf den Markt zu bringen, aber bekommen wir dafür auch 10 Jahre technologische Innovation? Nicht wirklich. Wenn überhaupt, ist die bemerkenswerteste Innovation hier, wie klein die RX1R III geworden ist. Das schlankere Format geht aber eindeutig auf Kosten anderer Funktionen.

Die Kompaktkamera Sony RX1R III von oben, in schützender weißer Verpackung mit sichtbarem festem 35-mm-Objektiv und oberen Einstellrädern.

Gebrauchte Sony RX1R III

Manchmal hatte ich das Gefühl, die Kamera gleitet mir gleich aus den Händen, sodass ich sie oft mit einem krabbenartigen Griff festhalten wollte. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich sie ausgiebig am Strand von Margate getestet habe. Aber Spaß beiseite. Bei einhändiger Bedienung fühlte sich die RX1R III nicht besonders ausgewogen an. Das Objektiv ist im Vergleich zum Gehäuse ziemlich schwer, was die Kamera etwas aus dem Gleichgewicht bringt.

Die geringe Größe stört mich nicht wirklich, aber manchmal beeinträchtigt sie das Handling.

Rückansicht der Sony RX1R III an einem Metallarm, die das fest verbaute hintere LCD, das Steuerrad, die Custom-Tasten und den integrierten elektronischen Sucher vor einem schlichten Studiohintergrund zeigt.

Gebrauchte Sony RX1R III

Akkulaufzeit und Konnektivität

Der Akku hielt ungefähr einen Tag und schaffte mit 450 unkomprimierten RAWs mehr als ich vom NP-FW50 erwartet hätte.

Wer viel fotografiert, sollte trotzdem einen Ersatzakku mitnehmen. Das gemeinsame Fach für Akku und SD-Karte unter dem Griff ist etwas unpraktisch – besonders wenn die Kamera auf einem Stativ montiert ist –, weshalb die USB-C-Ladefunktion ein echter Segen ist. Zum Glück steigen immer mehr neue Kameras auf diesen Standard um.

Außerdem kannst du per Wi-Fi und Bluetooth über Sonys Imaging Edge Mobile oder die Creators’ App remote aufnehmen und deine Bilder übertragen. Weitere Funktionen sind Micro-HDMI und ein Multi-Interface-Zubehörschuh für weiteres Zubehör.

Ein von Straßenlaternen beleuchteter ehemaliger Späti in einer ruhigen Wohnstraße bei Nacht. Die Schaufenster sind beleuchtet und darüber befinden sich ein Vintage-Schild mit der Aufschrift „Cornice Direct“ und eine Backsteinfassade. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/2.0 | 1/80 sec | ISO 12.800 

Fotoleistung

Das Aufnahmeerlebnis mit der Sony RX1R III ist in der Regel entspannt und ohne große Überraschungen. Wenn du schon einmal ein modernes Sony-Gehäuse in der Hand hattest, wirst du hier keine Eigenheiten feststellen. Die Kamera ist schnell startklar, die Menüs sind vertraut und die Bildvorschau ist für diese Gehäusegröße echt zügig.

Die Kamera lässt sich so einstellen, dass sie fast alles für dich erledigt – und zwar ziemlich gut. Du kannst aber auch jede Einstellung selbst vornehmen. Die RX1R III ist zwar nicht für Action oder High-Speed-Aufnahmen gemacht, aber ihr Autofokus ist dank der neuesten Sony-Technologie sehr schnell. Außerdem bietet die Kamera eine extrem gute Gesichtserkennung und ist somit ideal für Streetfotograf:innen, die gerne in schnelllebigen Umgebungen mit vielen Menschen im Bild fotografieren. Hinzu kommt natürlich, dass sie äußerst diskret und klein genug ist, damit du beim Fotografieren nicht auffällst wie ein bunter Hund.

Weitwinkelaufnahme der Strandpromenade und des Strandes von Margate bei Ebbe und bedecktem Himmel. Im Hintergrund, historische Gebäude, Treppen, die zum Strand führen, und Spiegelungen in flachen Pfützen. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/5.6 | 1/125 sec | ISO 125 

Das Aufnahmeerlebnis mit der Sony RX1R III war für mich eher mittelmäßig. Sie hat alles, was man sich von einer winzigen Kamera wünschen kann, aber ihr fehlt das gewisse Etwas. Obwohl sie in einigen Bereichen zu wünschen übrig lässt, liebe ich ihre kompakte Größe. Gepaart mit einem winzigen Blitz könnte diese Kamera der Traum aller Street- und Reisefotograf:innen sein (lies auch unseren Leitfaden: Reisefotografie).

Ein gemütliches Pub-Interieur mit Holzvertäfelung, kleinen runden Tischen, Hockern an Rundbogenfenstern und warmer Umgebungsbeleuchtung, fotografiert bei weichem, natürlichem Tageslicht. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/4.0 | 1/125 sec | ISO 3200 

Kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS) – oder eben nicht

Kommen wir nun zum offensichtlichsten Manko: der fehlenden Bildstabilisierung. Diese Entscheidung von Sony wirft wohl die meisten Fragezeichen auf.

Im Jahr 2026 ist eine kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS) definitiv kein Luxus mehr, der nur Premiumkameras vorbehalten ist, sondern etwas, das selbst bei Einstiegs- und vielen Premium-Kompaktkameras inzwischen eigentlich zum Standard geworden ist. Sogar die APS-C-Kameras der Ricoh GR-Serie (die viel kleiner sind als die RX1R III) sind mit IBIS-Funktionen ausgestattet.

Ein etwas größeres Gehäuse hätte Sony-Fans sicherlich kaum gestört, wenn sie im Gegenzug ihre gewohnten Funktionen bekommen hätten.

Ein kleines Segelboot, das bei Ebbe auf dem nassen Sand am Strand von Margate ruht, fotografiert an einem bewölkten Tag mit ruhiger See und entfernten Küstengebäuden im Hintergrund. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/9.0 | 1/125 sec | ISO 500

Bildqualität

Das wichtigste Upgrade ist der 60,2-Megapixel-Vollformatsensor. Er ist rückwärtig belichtet und verhält sich im Alltag genau so, wie man es sich wünscht: mit starkem Dynamikumfang und schönen, sauberen Bildern bei niedrigeren ISO-Werten.

Das ist im Wesentlichen derselbe Sensor, der auch in höherwertigen Sony-Modellen wie der Sony A7R V und der Sony A7CR zum Einsatz kommt. Dieses Maß an Bildgebung in einem kompakten Gehäuse mit Festobjektiv unterzubringen, ist wirklich beeindruckend.

Lies auch unseren Sony A7CR-Testbericht, wenn du dich für eine extrem reisefreundliche Kamera und schöne Fotos aus Mexiko interessierst.

Fischerboote, die bei Ebbe an einer steinernen Hafenmauer liegen. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/9.0 | 1/125 sec | ISO 1000

Die Auflösung liegt bei 61 Megapixeln, sodass du viel Spielraum zum Zuschneiden hast, ohne dir Sorgen machen zu müssen, dass Details verloren gehen. Es gibt auch keinen Tiefpassfilter, sodass du jedes Quäntchen Schärfe aus dem Zeiss-Objektiv herausholen kannst.

Sind 61 Megapixel nicht zu viel für eine solche Kamera? Vielleicht, aber die Detailwiedergabe ist beeindruckend.

In Kombination mit Sonys Bionz XR-Prozessor arbeitet die Kamera schnell und effizient. Die Farbwiedergabe erinnert stark an die Sony A7C II (lies auch unseren Sony A7C II-Testbericht). 

Ein Möbelgeschäft mit Vintage-Schild „OCT Interiors“ in einem Backsteingebäude, fotografiert in einer ruhigen Straße mit Erkerfenstern bei gedämpftem, bedecktem Licht. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/8.0 | 1/125 sec | ISO 400

Step-Crop- und Makromodi

Ein Vorteil der hohen Megapixelzahl ist, dass du deine Bilder stark croppen kannst, ohne an Detailtreue zu verlieren. Die Step-Crop-Modi der RX1R III nutzen die Megapixel gut aus und bieten Zuschnittsoptionen, die 35 mm (60 Megapixel), 50 mm (29 Megapixel) und 70 mm (15 Megapixel) im Vollformat entsprechen.

Der finale Look ist allerdings nicht hundertprozentig mit den Brennweiten der jeweiligen Objektive vergleichbar. Kompression und Bokeh-Eigenschaften bleiben die eines festen 35-mm-Objektivs. Tatsächlich lassen sich die Step-Crop-Modi eher mit dem Zuschneiden in Lightroom oder Photoshop vergleichen, nur eben direkt in der Kamera. Das kann in bestimmten Situationen hilfreich sein, aber wie bei vielen Crop-Funktionen bin ich nicht ganz davon überzeugt.

Zur Klarheit: In den RAW-Dateien, die mit Step Crop aufgenommen werden, wird weiterhin das Vollbild erfasst und der Crop einfach in die Metadaten eingebettet. In der Bildvorschau der Kamera wird dir zwar die zugeschnittene Ansicht angezeigt, aber in Lightroom kannst du bei Bedarf auf die Vollbildversion zurückgreifen.

Beispielbilder

Ein Fischerboot mit orange-grauem Rumpf, das bei Ebbe an einer steinernen Hafenmauer liegt. Darüber verwitterte Leitern, Seile und ein Schild mit der Aufschrift „Lighthouse Bar“. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/9.0 | 1/125 sec | ISO 1000 

Bei weichem, bedecktem Licht fotografierte Fassade eines traditionellen Pubs namens „Sheldons“ mit der englischen Flagge über dem Eingang. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/5.6 | 1/125 sec | ISO 125 

Ein leuchtend blaues Gebäude an einem bedeckten Tag am Meer, das mit farbenfroher Beschilderung und einem Vordach mit Flammendekor für „The Flamingo Adventure Golf“ wirbt. Im Hintergrund, ein historischer Uhrenturm. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/4.0 | 1/125 sec | ISO 100 

Ein geschlossener Fisch- und Meeresfrüchte-Kiosk mit der Aufschrift „Mannings Seafood“, fotografiert auf einem Hafensteg mit Booten, Steinmauern und einem bewölkten Himmel im Hintergrund. Aufgenommen von Connor Redmond mit einer Sony RX1R III.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/8.0 | 1/125 sec | ISO 320 

Schwarz-Weiß-Foto des berühmten Margate Lido von der Straße aus.

Connor Redmond | Sony RX1R III | 35mm | f/8.0 | 1/125 sec | ISO 320

Alternativen

Falls die RX1R III nicht das Richtige für dich ist, haben wir ein paar Alternativen für dich im Gepäck, darunter auch die Vorgängermodelle aus der RX1R-Serie, die technisch vielleicht etwas veraltet, aber trotzdem noch großartige Premium-Kompaktkameras zu erschwinglicheren Preisen sind.

Vergleicht man die RX1R III mit der Leica Q3 und der Fujifilm X100VI, werden die Unterschiede schon deutlicher. Sie richten sich an ein ähnliches Publikum – Fotograf:innen, die gute Bildqualität in einem kompakten Gehäuse suchen – schlagen dabei aber unterschiedliche Richtungen ein.

Aber welche Alternative ist die sinnvollste für dich?

Drei Kameras der Sony RX1R-Serie, die vertikal auf weißem Hintergrund angeordnet sind und lange Schatten nach rechts werfen. Auf diesem Foto sind die Unterschiede bei Gehäusegröße und Anordnung der Bedienelemente zu sehen.

Von oben nach unten: Sony RX1R, Sony RX1R II und Sony RX1R III

Sony RX1R III

Sony RX1R II

Sony RX1R

Erscheinungsjahr

2025

2015

2013

Sensor

Vollformat

Vollformat

Vollformat

Megapixel

61

42

24

BSI

Ja

Nein

Nein

Objektiv

35 mm f/2

35 mm f/2

35 mm f/2

Rückseitiges Display

Fest

Neigbar

Fest

Elektronischer Sucher

Integriert

Integriert

Extern (optional)

ISO

100–32.000

50–25.600

100–25.600

Serienaufnahme

5 fps

5 fps

5 fps

Max. Video

4K

1080p

1080p

Akkulaufzeit

ca. 300 Aufnahmen

ca. 300 Aufnahmen

ca. 270 Aufnahmen

Abmessungen

113 x 68 x 88 mm

113 x 65 x 72 mm

113 x 65 x 70 mm

Gewicht

498 g

507 g

482 g

Prozessor

Bionz XR

Bionz X

Bionz

Der Sprung von der RX1R II zur RX1R III beschränkt sich hauptsächlich auf die Sensorleistung, eine aktualisierte Bildverarbeitung, ein paar neue „Creative Looks“, einige Verbesserungen bei der Bedienfreundlichkeit und ein etwas kleineres Gehäuse.

Der neuere 61-Megapixel-Sensor fühlt sich „zukunftssicherer“ an und bietet dir einen deutlichen Detailzuwachs. Der verbesserte Griff und die Bildverarbeitung machen einen spürbaren Unterschied, wenn du mit der Kamera draußen unterwegs bist. Der Autofokus ist ebenfalls besser, aber kein Unterschied wie Tag und Nacht.

Die RX1R II kann sich dank ihres 42-Megapixel-Sensors, der schon 2015 sehr hochauflösend und seiner Zeit voraus war, immer noch sehen lassen. Wer unbedingt ein neigbares Display möchte, kann sich freuen, denn das der RX1R II ist sehr gut. Und wenn du die zusätzliche Auflösung nicht brauchst und mit einem etwas älteren Design zufrieden bist, ist die RX1R II eine verlockende Option, zumal sie viel günstiger ist als die RX1R III.

Von oben nach unten: Fujifilm X100VI, Leica Q3 und Sony RX1R III

Von oben nach unten: Fujifilm X100VI, Leica Q3 und Sony RX1R III

Sony RX1R III

Leica Q3

Fujifilm X100VI

Erscheinungsjahr

2025

2023

2024

Sensor

Vollformat

Vollformat

APS-C

Megapixel

61

60

40

BSI

Ja

Ja

Nein

Objektiv

35 mm f/2

28 mm f/1.7 

23 mm f/2 

Bildstabilisierung

Nein

Optisch

IBIS 

Rückseitiges Display

Fest

Neigbar

Neigbar

Elektronischer Sucher

Integriert

Integriert

Integriert

ISO

100–32.000

50–100.000

125–12.800

Serienaufnahme

5 fps

15 fps

11 fps

Max. Video

4K

8K

4K

Akkulaufzeit

300 

350 

450 

Abmessungen

113 x 68 x 88 mm

113 x 65 x 72 mm

113 x 65 x 70 mm

Gewicht

498 g

743 g

521 g

Prozessor

Bionz XR

Maestro IV

X-Processor 5

Wetterfest

Nein

Ja 

Ja

Gebrauchte Leica Q3 vor einem türkis-lila Hintergrund

Gebrauchte Leica Q3

Leica Q3

Mal ehrlich: Sowohl die RX1R III als auch die Leica Q3 sind außergewöhnliche Kameras, mit denen du Bilder machen kannst, die dich begeistern werden. Beide bieten ähnlich hohe Auflösungen, unterscheiden sich aber in ihrer Persönlichkeit und ihren Prioritäten. Die RX1R III (wie alle Sony-Kameras) wirkt auf mich technischer, „moderner“ und vielseitiger, liefert aber oft uninspirierende Fotos.

Bei Leica hingegen geht es mehr um die eigentliche Fotografie und weniger um die neueste Technologie. Der entscheidende Unterschied bei diesen beiden Kameras ist, meiner Meinung nach, die Objektivauswahl. Die Leica Q3 nutzt die legendäre Leica Summilux-Magie, während die RX1R III das gleiche Zeiss-Objektiv wie schon seit eh und je verwendet.

Ein Pferd in der Mitte eines Feldes, das Gras frisst

Ian Howorth | Leica Q3 | 28mm | f/1.7 | 1/2000 | ISO 100

Wenn es dir nichts ausmacht, nur für das Objektiv deutlich mehr zu bezahlen, bist du mit der Q3 gut beraten. Aber es gibt da auch noch die Leica Q2, die viel günstiger ist und das, offen gesagt, hervorragende Summilux 28mm f/1.7 ASPH-Objektiv bietet.

Wenn du 35-mm-Fan bist, schau dir die Sony RX1R III an. Sie hat zwar weniger Funktionen und kein cleveres Cropping, bietet aber ein großartiges Erlebnis für alle, die sich nicht mit dem Sichtfeld der Q2 und Q3 anfreunden können.

https://youtu.be/O3cFAxtSLd4?rel=0

Lies auch unseren Leica Q3-Testbericht.

Gebrauchte Fujifilm X100VI auf einem roten, grünen und gelben Hintergrund.

Gebrauchte Fujifilm X100VI

Fujifilm X100VI

Auch der Vergleich der Sony RX1R III mit der Fujifilm X100VI ist interessant. Die Sony RX1R III sollte die X100VI eigentlich in den Schatten stellen, aber ich wette, die meisten Leute würden die X100VI der RX1R III vorziehen, selbst wenn es ihnen nicht ums Geld geht. Die Sony hat sowohl einen größeren Vollformatsensor als auch ein kleineres Gehäuse als die X100VI, was wirklich beeindruckend ist. Die X100VI ist allerdings deutlich charmanter und verlockender, und das etwas größere Format spielt ihr dabei sogar in die Hände. Außerdem hat sie einen besseren Sucher und eine kamerainterne Bildstabilisierung.

Connor Redmond | Fujifilm X100VI | 23mm | f/5.6 | 1.5 sec | ISO 125

Wenn du die hohe Auflösung eines Vollformatsensors in einem winzigen, auf Fotos ausgerichteten Gehäuse brauchst, bietet dir die RX1R III definitiv mehr als die X100VI. Der Preisunterschied rechtfertigt das meiner Meinung nach aber nicht.

Wenn du hingegen ein unterhaltsameres Aufnahmeerlebnis, ein besseres Design und filmähnliche Farben in einem kompakten Gehäuse willst, ist die X100VI die bessere Wahl und du wirst die zusätzlichen 20 Megapixel wahrscheinlich nicht vermissen.

https://youtu.be/ex1F7SgqLsY?rel=0

Als die Fujifilm X100VI auf den Markt kam, haben wir die Kamera in den verschneiten Alpen getestet. Wie sie sich dort geschlagen hat, erfährst du in unserem Fujifilm X100VI-Testbericht

Sony RX1R III

Gebrauchte Sony RX1R III

Lohnt sich die Sony RX1R III?

Die Sony RX1R III ist eine schöne, äußerst kompakte Kamera, aber das macht die fehlenden Funktionen noch lange nicht wett: keine kamerainterne Bildstabilisierung, keine Wetterversiegelung und kein neigbares Display. Für mich persönlich ist diese Kamera nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Hinzu kommt der hohe Preis. Wenn du schon im Sony-Ökosystem unterwegs bist, würde ich wahrscheinlich eher zur A7CR mit IBIS und Wechselobjektiven greifen und dafür etwas mehr Größe und Gewicht in Kauf nehmen. Persönlich würde ich mich aber für eine Kamera der Leica Q-Serie, wie die Q3 oder sogar die Q2, entscheiden, weil du hier bessere Objektive bekommst.

Die RX1R III ist vor allem für Fotograf:innen sinnvoll, die es gerne schlicht mögen, Wert auf Tragbarkeit und hohe Bildqualität legen und bereit sind, dafür einen entsprechenden Aufpreis zu zahlen.


FAQs

Was kostet die Sony RX1R III?

Die Sony RX1R III ist im Premiumsegment angesiedelt und etwas teurer als die RX1R II. In Deutschland lag der Einführungspreis bei etwa 4.900 €, was dem Preis einer gebrauchten Leica Q3 entspricht.

Wann wurde die Sony RX1R III veröffentlicht?

Die Sony RX1R III kam im Juli 2025 auf den Markt.

Hat die RX1R III eine kamerainterne Bildstabilisierung?

Nein, die Sony RX1R III hat keine kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS). Sie nutzt eine elektronische Stabilisierung für Videos.

Lohnt sich das Upgrade von der Sony RX1R II auf die RX1R III?

Im Hinblick auf Sensor, Autofokus und Handling ist die Sony RX1R III vielleicht ein Upgrade wert. Das Objektiv ist jedoch dasselbe und die Verbesserungen im Videobereich sind kaum der Rede wert.

Hat die RX1R III ein neigbares Display?

Nein, das rückseitige Display der Sony RX1R III ist fest verbaut, was manche bei Aufnahmen aus niedrigen Winkeln als Einschränkung empfinden könnten. Andere wiederum schätzen vielleicht die Einfachheit.


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