MPB trifft Profi-Skater, Schauspieler und Filmfotograf Jason Lee

Veröffentlicht am 25. August 2020 von MPB

Jason Lee begann Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre als Profi-Skater und etablierte dabei die langlebige Marke Stereo Skateboards. Aber die breitere Öffentlichkeit kennt ihn aus seiner Tätigkeit als Schauspieler – seine unvergesslichen Auftritte als Earl Hickey in der TV-Serie My Name is Earl und in den Filmen Mallrats, Chasing Amy und Vanilla Sky.

Film photographer Jason Lee

Heutzutage kennen Fotografen Jason Lee für seine unglaubliche Filmfotografie, die die Schönheit des ländlichen Amerikas dokumentiert. Diese Woche haben wir mit Jason über seine Bilder, seine Kameraausrüstung und Straßenfotografie gesprochen. Lies weiter, um mehr über Jasons Arbeitsweise und seine Ansichten zu erfahren.

Film photographerJason Lee

MPB: Hallo Jason, wie bist du zur Fotografie gekommen?

JL: Anfang der 90er Jahre drehte ich viel Super-8-Filme für ein Skateboardprojekt, das wir damals gemacht haben, und dabei stellte ich fest, dass ich das Filmen liebte.

Ich war zu dieser Zeit immer in der Nähe einer Handvoll Skateboard-Fotografen, aber ich glaube, ich habe mich nur auf mein Skateboard konzentriert und dann 1993/94 auf die Super-8-Filmkameras. Ich habe also nicht wirklich darüber nachgedacht, selbst Fotograf zu werden. Aber ich wusste, dass ich den Film und die visuelle Kunst mochte.

Und 2002, als ich als Schauspieler an einem Film arbeitete, wuchs mein Interesse an Kameras und Fotografie enorm. Das führte dazu, dass ich schnell ein paar Kameras kaufte und fieberhaft damit experimentierte. Ich hatte angebissen.

Film photographerJason Lee

MPB: Wie entscheidest du, welches Format/welche Kamera du für ein bestimmtes Projekt verwenden möchtest?

JL: Für die Texas-Fotos wusste ich, dass ich Farbfilm verwenden wollte. Und ich wusste, dass ich 4x5 wollte. Aber ich hatte eine bestimmte Farbpalette im Blick, also habe ich ein altes, unbeschichtetes, kontrastarmes Objektiv aus dem Jahr 1941 verwendet. Dies ergab eine sanftere Palette.

Die Fotos des Kreuzfahrtschiffs wurden mit einer 35-mm-Taschenkamera und einem herkömmlichen Farbdiafilm gemacht, der meiner Meinung nach für eine so gesättigte Umgebung geeignet war. Im Allgemeinen nehme ich jedoch mindestens zwei Formate mit, wenn ich unterwegs bin.

Film photographer Jason Lee

MPB: Plain View ist eine wunderschöne Arbeit – in den Fußstapfen von Wim Wenders und William Christenberry – zur Dokumentation von Raum. Hat es dich überrascht, dass Teile von Texas 50 Jahre lang so ungestört wirken konnten?

JL: Vielen Dank! Ich habe über Texas und fast ganz Amerika herausgefunden, wie wenig sich verändert hat. Und wie sehr eine beliebige Stadt einer beliebigen anderen Stadt ähnelt. Im ländlichen Amerika wird nicht viel mit alten Gebäuden gemacht. Man findet also viele Hinterlassenschaften, die im Laufe der Zeit zu einer alltäglichen Ansicht und somit wie alles andere ein Teil der Landschaft geworden sind.

Das war schon immer so – es kommt immer zu Konflikten zwischen Alt und Neu, Menschen und Natur, Material und Zeit. Dies macht eine Umgebung interessant – die Kontraste und Widersprüche.

Film photographer Jason Lee

MPB: Leere Straßen wirken besonders im Süden Amerikas sehr romantisch. Warum glaubst du, dass so viele Fotografen es immer noch ausprobieren möchten, die Stimmung einzufangen?

JL: Ich denke, dass wir uns immer wieder zu älteren Dingen hingezogen fühlen. Wir möchten gern mehr darüber erfahren, wie sich die Dinge im Laufe der Zeit entwickeln und neue Formen und Werte annehmen. Das ländliche Amerika und der Süden sind ganz besondere Orte. Es gibt hier tatsächlich Romantik.

Film photographer Jason Lee

MPB: Ziehst du es vor, Projekte allein oder in Begleitung zu unternehmen?

JL: Ich bin meist allein, aber ich habe mit befreundeten Fotografen und meiner Familie einige Fototouren gemacht. Zudem ist es immer etwas Besonderes, mit meinen Kindern unterwegs zu sein und zu sehen, wie sie Filmfotos machen.

Film photographer Jason Lee

MPB: Arbeitest du der Regel an einem oder mehreren Projekten? Und weißt du, was dein nächstes Projekt sein wird?

JL: Obwohl die Fotografie in der Regel spontan ist und ich überall fotografiere, wo ich bin, habe ich Fotobände geplant. Es ist einfach schön, Projekte zu planen und sich darauf zu freuen.

Film photographer Jason Lee


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