Black and white view of the Eiffel Tower in Paris with pedestrians holding umbrellas, reflected on wet pavement during a rainy day. Minimalist urban scene.

Die 10 schönsten Fotospots in Paris

Veröffentlicht am 8. April 2026 von MPB

Fotograf Wesley Verhoeve und sein Kollege Dan Umareta waren für uns an einigen der beeindruckendsten Fotospots in Paris, um die Stadt so einzufangen, wie sie sich anfühlt: vielschichtig, filmisch und ständig im Wandel.

In diesem Leitfaden erfährst du, wie auch du Paris aus ganz neuen Blickwinkeln entdecken und mit deiner Kamera festhalten kannst.

Der Herbst ist für mich die beste Jahreszeit, um in Paris zu fotografieren. Er verändert die Stadt auf eine Weise, die schwer zu beschreiben ist: Sie strahlt plötzlich mehr als sonst, alles wirkt irgendwie ruhiger und gemütlicher, die Cafés sehen noch einladender aus, flackerndes Licht fällt auf die Trottoirs, und die Leute haben die Hände in den Taschen, statt auf den Bildschirmen ihrer Handys.

Auf Reisen nehme ich normalerweise eine Kamera und ein Objektiv mit, um agil und möglichst authentisch zu bleiben. Wenn ich zu viel Ausrüstung mitschleppe, belastet mich das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ich zerdenke alles, zweifle an mir und verliere den Blick fürs Wesentliche, während ich mich mit weniger Gepäck freier bewegen und schneller reagieren kann. Mit nur einem Gehäuse und einem Objektiv wird die Ausrüstung fast schon ein Teil von mir.

Im Laufe der Jahre habe ich einen Teil meiner Ausrüstung bei MPB verkauft und in Zahlung gegeben und mein bevorzugtes Setup für die Reisefotografie verfeinert. Es hat Zeit gebraucht, um herauszufinden, was ich wirklich brauche und was nicht, aber dieser Prozess hat mich zu einem besseren, bewussteren Fotografen gemacht.

Paris ist in vielerlei Hinsicht ideal für die Streetfotografie, genau wie New York City und Tokio. Die Stadt hat einen historischen Charme und eine einzigartige Architektur, ein pulsierendes Leben und eine ganz eigene Attitüde und Persönlichkeit. Wenn du diesen Herbst eine Fototour durch Paris planst, hast du mit diesem Guide einen Ausgangspunkt, um von der Recherchephase ins Fotografieren zu kommen.

1. Eiffelturm vom Trocadéro

Jede Liste der besten Pariser Fotospots beginnt hier – und das aus gutem Grund. Vom Trocadéro aus betrachtet, sieht der Eiffelturm je nach Licht, Wetter und Tageszeit jedes Mal anders aus, was ihn so unendlich interessant macht. Er ist eben nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch ein lebendiges Motiv.

Minimalistisches Schwarz-Weiß-Foto des Eiffelturms in Paris mit Fußgänger:innen unter Regenschirmen auf nassem Pflaster an einem regnerischen Tag.

Dan Umareta | Ricoh GR III | f/2.8 | 1/800 sec | ISO 400

Motive

  • Weiche, abstrakte Aufnahmen mit Spiegelungen in Pfützen auf dem Pflaster

  • Schatten, die bei niedriger Morgensonne auf den Platz fallen

  • Der Eiffelturm, umrahmt von Menschen und Bewegung am Rand des Platzes

  • Weite Panoramaaufnahmen statt enge, abstrakte Details der Stahlkonstruktion

Tipp

Fotografiere frühmorgens, wenn das Licht weich und gleichmäßig ist und noch nicht zu viele Menschen unterwegs sind. Lauf auch an den Seiten der Plattform entlang, anstatt dich direkt in der Mitte zu platzieren, und betrachte den Turm weniger als Wahrzeichen, sondern als lebendiges Objekt, das sich je nach Wetter und Tageszeit verändert.

2. Pont Alexandre III

An der Pont Alexandre III zeigt sich Paris von seiner besonders prunkvollen Seite. Die verzierten Lampen, die Skulpturen und die Art, wie die Brücke sich über die Seine spannt, wirken schon fast filmreif. Sie wurde schon millionenfach fotografiert, aber es gibt so viele Blickwinkel zu entdecken, dass du dich daran kaum sattsehen kannst.

Goldene Statue auf der Pont Alexandre III mit Blick auf die Seine, Boote und den Eiffelturm, umrahmt von Herbstbäumen unter strahlend blauem Himmel.

Dan Umareta | Panasonic DC-S5 | Panasonic Lumix S 20-60mm f/3.5-5.6 | f/18 | 1/250 sec | ISO 800

Motive

  • Die Brücke von der Mitte aus in Richtung Les Invalides, während eine kleine Figur oder ein:e Radfahrer:in für Maßstab und eine bessere Bildwirkung sorgt

  • Nahaufnahmen der goldenen Laternenpfähle und ornamentalen Skulpturen

  • Spiegelungen der Seine von beiden Enden der Brücke

  • Langzeitbelichtungen in der Dämmerung, wenn die Lichter angehen und die Bewegungen auf dem Wasser sanfter werden

Tipp

Stell dich in die Mitte der Brücke und übe dich in Geduld. Es lohnt sich zu warten, bis beispielsweise einzelne Spaziergänger:innen durchs Bild laufen und der Architektur einen menschlichen Maßstab verleihen, denn genau dieser Kontrast macht das Foto aus.

3. Montmartre and Sacré-Cœur

In Montmartre fühlst du dich wie in einem alten Film, der immer noch läuft. Jenseits der Menschenmassen um Sacré-Cœur gibt es ein Labyrinth aus ruhigeren Straßen, die echte Geschichten erzählen – von Ladenbesitzer:innen, die ihre Geschäfte aufschließen, über Kinder auf dem Weg zur Schule bis hin zum entspannten Rhythmus eines Viertels, das auf einem Hügel liegt.

Die weißen Kuppeln und die historische Architektur der Basilika Sacré-Cœur, die sich, umrahmt von Bäumen, unter blauem Himmel über dem Pariser Montmartre erhebt.

Dan Umareta | Panasonic Lumix DC-S5 | Panasonic Lumix S 20-60mm f/3.5-5.6 | f/3.5 | 1/800 sec | ISO 400

Motive

  • Alltagsszenen in den ruhigen Seitenstraßen abseits des Hauptplatzes

  • Spiegelungen auf feuchtem Kopfsteinpflaster im Morgenlicht

  • Gegensätze von Stillstand und Bewegung, wie eine Person, die ihre Einkäufe nach Hause trägt, eine Katze, die eine Straße überquert und ein Schatten, der auf eine Mauer fällt

  • Die Basilika Sacré-Cœur von unten, mit den Treppen und Terrassen als Führungslinien

Tipp

Mach dich am besten früh auf den Weg, denn die Tourist:innen lassen nicht lange auf sich warten. Wenn du vor 8 Uhr dort bist, kannst du in Ruhe die Nachbarschaft fotografieren, ohne dich mit Menschenmassen herumschlagen zu müssen.

4. Champs-Élysées und Triumpfbogen

Manche Fotograf:innen finden die Champs-Élysées zu sehr wie aus dem Ei gepellt oder zu touristisch. Dabei ist die Allee eine richtige Fundgrube, und du könntest hier so einiges verpassen. Die Symmetrie der Bäume und die Lichter der Autos, die auf den Triumphbogen zufahren, sorgen nämlich für Rhythmus pur.

Eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Aufnahme des Arc de Triomphe in Paris, umgeben von regem Verkehr, leuchtenden Scheinwerfern und Abendlicht.

Dan Umareta | Minolta XG-M | Minolta MC Tele Rokkor – PF 135mm f/2.8 | f/2.8 | 1/50 sec | ISO 400

Motive

  • Lichtspuren der Autos auf dem Boulevard zum Triumpfbogen in der Dämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit

  • Die Symmetrie der Bäume entlang der Allee vom Boden aus betrachtet

  • Zebrastreifen, an denen das Zusammenspiel aus Fußgänger:innen und Straßenverkehr für lebendige Momente sorgt

  • Der Triumpfbogen selbst vom Kreisverkehr aus mit einem längeren Objektiv

Tipp

Ein kleines Stativ hilft bei der Aufnahme der Lichtspuren, aber du kannst auch im Handheld-Modus fotografieren und absichtlich etwas Bewegungsunschärfe zulassen. Halte auch Ausschau nach den Zebrastreifen in den Seitenstraßen, wo der Fußgänger:innen- und Autoverkehr aufeinandertreffen.

5. Place des Vosges

Der Place des Vosges ist ein Ort, an dem geometrische Formen auf eine entspannte Atmosphäre treffen. Für mich ist dieser Platz bei jedem Parisbesuch Pflicht. Die Bögen und der ruhige Park in der Mitte sorgen für einen natürlichen Rahmen, der die richtige Komposition zum Kinderspiel macht, aber die wirklich interessanten Motive stecken in den Details.

Von Herbstlaub und Bäumen umgebene sonnenbeschienene Bänke auf dem Place des Vosges in Paris, mit Menschen, die sich in einem friedlichen Stadtpark in der Nähe eines Springbrunnens entspannen.

Dan Umareta | Ricoh GR III | f/8 | 1/250 sec | ISO 1250

Motive

  • Aufnahmen durch die sich wiederholenden Bögen als Rahmenelemente

  • Fotos von Leuten, die im Park sitzen und lesen, unter Nutzung der Symmetrie des Platzes

  • Farben und Texturen der Ziegelfassaden, die bei bedecktem Licht wunderschön zur Geltung kommen

  • Schattenmuster der Arkaden an einem sonnigen Morgen auf den Pflastersteinen

Tipp

Bewölkte Tage sind perfekt für diesen Fotospot. Das weiche Licht bringt die Farbe und Textur der Gebäude zur Geltung, ohne dass harte Schatten die Komposition durchbrechen. Nimm dir Zeit, achte auf die Symmetrie und lass den Ort auf dich wirken.

6. Palais Royal

Im Palais Royal treffen Ordnung und Verspieltheit aufeinander. Der Innenhof zieht dich mit seinen klaren Linien, dem ruhigen Licht und den schwarz-weißen Buren-Säulen in seinen Bann, die immer wieder für Überraschungen sorgen. Wenn du deinen Blick fürs Wesentliche schärfen möchtest, bist du hier genau richtig.

Besucher:innen, die mit den schwarz-weiß gestreiften Säulen am Palais Royal in Paris, einer modernen Kunstinstallation vor historischer Architektur, interagieren.

Dan Umareta | Ricoh GR III | f/8 | 1/1000 sec | ISO 800

Motive

  • Die sich wiederholenden Formen der Buren-Säulen als Kompositionselemente in deinem Bildausschnitt

  • Menschen, die mit den Säulen interagieren, auf ihnen sitzen und sich bewegen oder zwischen ihnen hindurchlaufen.

  • Die langen Gartenwege mit ihren klaren Linien

  • Kleine, schattige Oasen in den Arkaden der Gebäude rund um den Platz

Tipp

Sei möglichst früh vor Ort, um die langen Schatten und die Weite einzufangen. Lass dich bei deiner Bildgestaltung vom Rhythmus der Säulen leiten und nutze die einfachen Formen, um deinen Bildausschnitt zu unterteilen. Dieser Ort ist auch perfekt, um minimalistische Kompositionen zu verfeinern, ohne dabei von Menschenmassen überrollt zu werden.

7. Canal Saint-Martin

Am Canal Saint-Martin dreht sich alles um Struktur und Wiederholung. Du kennst ihn vielleicht aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“, und hier gibt es wirklich einiges zu entdecken. Alles hier scheint wie für die Kamera gemacht – von den Brücken über die Geländer bis hin zum stillen Wasser.

Malerischer Blick auf den Canal Saint-Martin in Paris, umrahmt von belaubten Bäumen mit Spiegelungen auf dem ruhigen Wasser und einer Fußgängerbrücke in sanftem, natürlichem Licht.

Dan Umareta | Ricoh GR IV | f/6.3 | 1/200 sec | ISO 800

Motive

  • Die Oberfläche des Kanals aus einem niedrigen Winkel. Geh nah ans Wasser heran und lass es den Bildausschnitt füllen.

  • Die eisernen Brücken als kompositorische Schwerpunkte, mit dem Kanal im Hintergrund

  • Abendliche Spiegelungen von Straßenlaternen und Bäumen im stillen Wasser

  • Die Geländer und Schleusenmechanismen als grafische, texturierte Nahaufnahmen

Tipp

Morgens ist es ruhig, abends besinnlich. Beides hat aus verschiedenen Gründen seinen Reiz. Wenn du früh da bist, warte, bis das Licht aufs Wasser trifft. Und wenn du bis abends bleibst, wird der Kanal fast spiegelglatt und die Lichter der Stadt erledigen die Arbeit für dich.

8. Jardin des Tuileries

Der Jardin des Tuileries liegt direkt zwischen dem Louvre und dem Place de la Concorde, wirkt aber trotzdem irgendwie friedlich. Im Herbst hast du hier zwar kürzere Tage und keine Sonnenblumen mehr, dafür aber weicheres Licht.

Goldener Fesselballon im Jardin des Tuileries mit einem Riesenrad im Hintergrund, das sich während des warmen Abendlichts in Paris auf dem Wasser spiegelt.

Dan Umareta | f/1.6 | 1/580 sec | ISO 50

Motive

  • Menschen, die im Vergleich zu den hohen Bäumen winzig wirken

  • Lange, akkurat gezogene Wege und ihre starken perspektivischen Linien, die zum Louvre oder zum Obelisken führen

  • Herbstlaub in den Monaten Oktober oder November

  • Ruhige Bänke und entspannte Menschen im späten Nachmittagslicht

Tipp

Hier kannst du abseits der Hektik Geduld und Komposition üben, dich ein wenig entschleunigen lassen und Menschen beobachten. Die besten Aufnahmen gelingen hier meist, während du wartest.

9. Bastille

Die Bastille ist einer meiner Lieblingsorte in Paris, an denen sich die Stadt anders als auf Postkarten, aber besonders authentisch zeigt. Hier ist alles etwas rauer, Plakate blättern von den Wänden, und Pendler:innen verbreiten im Berufsverkehr lautes Chaos.

Die Julisäule am Place de la Bastille in Paris, umrahmt von Herbstbäumen. Im Vordergrund sind Menschen unter sanftem, bedecktem Himmel zu sehen.

Dan Umareta | Panasonic Lumix DC-S5 | Sigma 28-45mm f/1.8 DG DN Art L | f/2 | 1/200 sec | ISO 100

Motive

  • Menschenmassen zur Hauptverkehrszeit. Halte deine Kamera bereit und bewege dich mit der Menge.

  • Spiegelungen in Schaufenstern und auf dem nassen Pflaster

  • Abblätternde Straßenplakate und geschichtete Texturen an Wänden für abstrakte Nahaufnahmen

  • Architektonische Details wie Eisenarbeiten, Säulen und Beschilderungen, die bodenständiger wirken als der Rest des Pariser Zentrums

Tipp

Das Chaos hier hat einen Rhythmus, der sich hervorragend für die Streetfotografie eignet. Komm zur morgendlichen oder abendlichen Rushhour und lass dich einfach von der Energie mitreißen.

10. Palais Garnier

Das Palais Garnier ist vielleicht das meistfotografierte Gebäude in Paris, aber es hat für mich selbst nach Jahren immer wieder Überraschungen parat. Ob Nah- oder Weitwinkelaufnahmen von der anderen Straßenseite aus – dieses Gebäude ist endlos vielschichtig. Und wenn du die Chance hast, einen Blick ins Innere zu werfen, tu es einfach.

Das Opernhaus Palais Garnier in Paris bei Sonnenuntergang. Eine Person auf einem Fahrrad im Vordergrund sorgt für einen Kontrast zwischen der historischen Architektur und dem geschäftigen Stadtleben.

Dan Umareta | f/1.8 | 1/240 sec | ISO 32

Motive

  • Frontalaufnahme einer Fassade mit einem Weitwinkelobjektiv, um die volle Größe einzufangen

  • Autos von der anderen Straßenseite mit einer längeren Brennweite, um Bewegungsebenen vor dem Gebäude zu erzeugen

  • Detailaufnahmen im Inneren: Marmor, Spiegel, die große Treppe, plus Reflexionen und ungewöhnliche Winkel

  • Das Gebäude bei Nacht, wenn es beleuchtet ist und die umliegenden Straßen ruhiger sind

Tipp

Die Herausforderung hier ist, einen neuen Blickwinkel auf ein sehr oft fotografiertes Gebäude zu finden. Versuche, von der anderen Straßenseite mit einem längeren Objektiv zu fotografieren, um die Szene zu komprimieren. Oder gehe hinein und arbeite mit den Reflexionen in den großen Spiegeln.

Fazit

Beim Fotografieren in Paris dreht sich alles um Timing, Vertrauen und Zufall. Auf das Wetter ist zwar nicht immer Verlass, auf eine unendliche Vielfalt an Motiven hingegen schon, egal ob du hauptsächlich Menschen, Natur oder Architektur fotografierst. In dieser Stadt ist einfach immer etwas los – sogar nachts oder beim größten Schmuddelwetter.

Diese zehn Orte liefern dir gute Ausgangspunkte, aber die besten Fotos entstehen meistens unterwegs. Lass die Stadt einfach auf dich wirken, halte deine Kamera immer bereit, fotografiere bei Tag und Nacht, geh schlafen und mach am nächsten Tag alles noch einmal. Vielleicht laufen wir uns ja über den Weg.


Mehr über die Arbeit von Dan Umareta erfährst du auf Instagram. Weitere Tipps und Techniken findest du auf dem MPB-Blog.

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