
Sonnenfinsternis fotografieren: So funktioniert's
Veröffentlicht am 16. Juli 2026 von MPB
Eine Sonnenfinsternis zu fotografieren erfordert viel Vorbereitung – von der richtigen Ausrüstung über bestimmte Sicherheitsvorkehrungen bis hin zur Planung deines Fotoshootings.
In diesem Guide erfährst du, wie du dich am besten auf so ein Shooting vorbereitest, was du mitnehmen solltest, wie du gute Bilder der Sonnenfinsternis mit nach Hause nimmst und welche Fehler du vermeiden solltest. Außerdem teilt MPB-Videograf Justin Patricolo seine Erfahrungen mit der Sonnenfinsternis 2024 in New York.
Justin Patricolo | Canon EOS R5 | Canon RF 100-500 mm f/4.5-7.1L IS USM | f/7.1 | 1/125 sec | ISO 1250
Was du vor dem Fotografieren einer Sonnenfinsternis wissen solltest
Hier findest du die wichtigsten Tipps auf einen Blick. Wir gehen später nochmal genauer auf jeden davon ein, aber mit dieser Liste behältst du unterwegs leichter den Überblick.
Schütze deine Augen: Nur speziell dafür entwickelte Sonnenfinsternisbrillen eignen sich, um direkt in die Sonne zu schauen. Herkömmliche Sonnenbrillen nicht.
Schütze deine Fotoausrüstung: Um eine Sonnenfinsternis zu fotografieren, brauchst du einen speziellen Sonnenfilter, der vor dem Objektiv angebracht wird, um den Sensor zu schützen und die richtige Belichtung zu erzielen.
Kamera, Objektiv, Filter, Stativ: Idealerweise solltest du eine Kamera mit manuellen Funktionen und einem Klappdisplay verwenden (damit du nicht direkt durch den Sucher schauen musst) und ein Tele- oder Telezoom-Objektiv, einen Sonnenfilter sowie ein stabiles Stativ mitnehmen.
Standortwahl: Such dir einen weitläufigen Ort mit freier Sicht auf den Horizont. Die richtige Bildkomposition ist schließlich genauso wichtig wie die passende Ausrüstung.
Komposition: Informiere dich über die Phasen der Sonnenfinsternis, um deine Fotosession gut zu planen und zu entscheiden, was du auf deinen Bildern zeigen möchtest. Suche am besten auch nach Bildelementen, die deinen Fotos Kontext verleihen.

Justin Patricolo | Sony FX3 | Sony FE 24-70mm f/2.8 GM | f/2.8 | 1/50 sec | ISO 800
Was ist eine Sonnenfinsternis und warum ist sie so schwer zu fotografieren?
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne und verdeckt unsere Sicht auf die Sonne (je nach Standort) ganz oder teilweise. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen zwischen drei verschiedenen Typen einer Sonnenfinsternis: total, ringförmig und partiell.
Sogar für erfahrene Fotograf:innen bringt das Fotografieren einer Sonnenfinsternis technische Herausforderungen mit sich. Aufgrund des hohen Lichtkontrasts musst du die Belichtungseinstellungen deiner Kamera kennen und mit ihren manuellen Funktionen vertraut sein. Außerdem hast du nur wenig Zeit, um die gesamte Sonnenfinsternis einzufangen, und brauchst einen klaren Plan für jede Phase.
Anders als bei einer Mondfinsternis solltest du bei einer Sonnenfinsternis nicht direkt in die Sonne blicken. Zum Schutz deiner Augen und des Kamerasensors brauchst du spezielle Sonnenfilter.
Wenn du mehr zum Thema Astrofotografie erfahren möchtest, lies auch unsere Astrofotografie Tipps und Tricks.

Justin Patricolo | Canon EOS R5 | Canon RF 100-500 mm f/4.5-7.1L IS USM | f/7.1 | 1/125 sec | ISO 800
Phasen einer Sonnenfinsternis und welche Fotos du jeweils machen kannst
Wenn du die Phasen der Sonnenfinsternis kennst, kannst du besser planen, welche Fotos du machen möchtest und wann du dabei deine Ausrüstung wechseln musst.
Erster Kontakt: Der Mond beginnt, sich vor die Sonne zu schieben. In dieser Phase kannst du den Fortschritt der Sonnenfinsternis mit einem Teleobjektiv und einem geeigneten Sonnenfilter einfangen.
Partielle Phase: Der Mond verdeckt nach und nach einen immer größeren Teil der Sonne. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um eine Sequenz aus mehreren Bildern mit denselben Kameraeinstellungen zu erstellen oder nach halbmondförmigen Schatten auf dem Boden zu suchen.
Baily'sche Perlen und Diamantring-Effekt: Kurz bevor der Mond die Sonne ganz verdeckt, filtert das Sonnenlicht durch die unregelmäßige Oberfläche des Mondrandes und es erscheinen kleine, helle Punkte. Wenn nur noch ein letzter intensiver Lichtblitz übrig ist, entsteht der sogenannte Diamantring-Effekt. Diese Momente sind allerdings sehr kurz, sodass du gut darauf vorbereitet sein solltest.
Zweiter Kontakt: Hier beginnt die totale Phase einer Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne vollständig verdeckt und die Korona sichtbar ist. Nur dann, und wenn dein Standort definitiv von der totalen Phase betroffen ist, kannst du den Sonnenfilter vom Objektiv entfernen.
Totalität: Die Korona der Sonne wird sichtbar und die Umgebung verändert sich innerhalb von Sekunden. Das Licht nimmt ab, die Temperatur sinkt und einige helle Sterne werden sichtbar. In dieser Phase bietet es sich an, neben der Sonne auch die Landschaft, das ungewöhnliche Licht und die Reaktionen der Menschen zu fotografieren.
Dritter Kontakt: Hier endet die totale Phase. Der Mond gibt die Sicht auf die Sonne allmählich wieder frei und es können erneut Baily'sche Perlen oder ein Diamantring erscheinen. Sobald das Sonnenlicht wieder sichtbar wird, heißt es wieder: Filter drauf.
Letzte partielle Phase und vierter Kontakt: Der Mond bewegt sich weiter, bis er die Sonne nicht mehr verdeckt. Jetzt kannst du deine Bildserie vervollständigen, indem du mit der Kamera festhältst, wie die Umgebung langsam wieder zur Normalität zurückkehrt.
Welche Ausrüstung brauchst du?
Den größten Unterschied machen das Objektiv und das Zubehör, das du verwendest. Bei der Kamera musst du also nicht unbedingt zu einem High-End-Modell wie einer Sony A1 II greifen, sondern kannst auch eine DSLR- oder eine spiegellose Kamera verwenden.
Hier ein paar Vorschläge, wenn du noch Ausrüstungsempfehlungen brauchst: Eine professionelle DSLR wie die Nikon D850 oder ein günstigeres Modell wie die Nikon D7500 beziehungsweise die Canon EOS 250D eignet sich gut, um eine Sonnenfinsternis zu fotografieren. Vielleicht kommt für dich aber auch eine professionelle spiegellose Kamera wie die Sony A7R V oder, je nach Budget, eine Fujifilm X-T5 oder eine Sony A6600 infrage. Jedes dieser Modelle kommt mit einem Klappdisplay und über 24 Megapixeln. Aber vergiss nicht, dass du bei deiner DSLR-Kamera nicht direkt durch den Sucher schauen solltest.
Worauf es beim Fotografieren einer Sonnenfinsternis wirklich ankommt, ist das Objektiv. Ein Teleobjektiv ist ein Objektiv mit langer Brennweite, das dafür konzipiert ist, weit entfernte Motive ins Bild zu holen. Diese Brennweite, gemessen in Millimetern, bestimmt, wie stark du dein Motiv heranzoomen kannst. Je länger die Brennweite, desto größer erscheint die Sonnenfinsternis im Bild. Wenn du neben der Sonnenfinsternis auch Teile der Landschaft oder ein Gebäude mit im Bild haben möchtest, kannst du ein 24-70-mm- oder ein 24-105-mm-Objektiv verwenden. Wenn die Sonnenfinsternis aber das Foto dominieren soll, ist ein Zoomobjektiv mit einer Brennweite zwischen 200 und 800 mm dein bester Verbündeter.
Eine gute Option für Canon-Kameras ist das Canon RF 200-800mm f/6.3-9 IS. Für Nikon-Kameras empfiehlt sich das Nikon Nikkor Z 180-600mm f/5.6-6.3 VR oder ein Tamron SP 150-600mm f/5-6.3 Di VC USD G2, das sich übrigens auch für Sony eignet. Wenn du mit Sony unterwegs bist, lohnt sich zum Beispiel ein Blick auf das Sony FE , und als Fujifilm-Fotograf:in kannst du das Fujifilm XF 150-600mm f/5.6-8 R LM OIS WR oder ein vielseitiges Objektiv wie das Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM EF nutzen. Weitere passende Objektive für Canon-Kameras findest du in unserem Leitfaden: Die besten Canon EF-Objektive für Astrofotografie.
Und was ist mit Bridge-Kameras? Wenn du eine mit einem leistungsstarken Zoomobjektiv wie die Sony RX100 Mark IV besitzt, kannst du sie bei der nächsten Sonnenfinsternis perfekt auf die Probe stellen. Du wirst damit zwar nicht die gleichen Ergebnisse erzielen, aber das integrierte Zoomobjektiv reicht dafür definitiv aus. Mehr über diesen Kameratyp erfährst du in unserem Leitfaden zu den besten Bridge-Kameras.
Was auf keinen Fall fehlen sollte, ist ein Stativ, da du die Kamera so wenig wie möglich bewegen solltest, um die Lichtveränderungen während der Sonnenfinsternis einzufangen. Falls du noch keines hast, empfehlen wir dir ein kompaktes Reisestativ wie das Peak Design-Carbonfaser oder das Manfrotto Befree Adv Camo.
Neben Kamera, Objektiv und Stativ brauchst du auch einen speziellen Sonnenfilter – ein Thema, auf das wir im nächsten Abschnitt noch genauer eingehen.

Justin Patricolo | Canon EOS R5 | Canon RF 100-500mm f/4.5-7.1L IS USM | f/7.1 | 1/125 sec | ISO 800
Welche Sonnenfilter solltest du verwenden?
Du brauchst einen speziellen Sonnenfilter für dein Objektiv – und nein, nicht jeder Objektivfilter ist dafür geeignet. ND-Filter für die Sonnenfotografie, wie solche, die die Herstellerbezeichnung ND1000000 oder ähnlich tragen, reduzieren den Lichteinfall um den Faktor 1 Million und sind nicht mit ND-Filtern für Landschaftsaufnahmen oder Langzeitbelichtungen zu verwechseln. Die Preise variieren, und es lohnt sich zu überlegen, ob du ihn nur einmal oder öfter verwenden möchtest.
Wenn du ihn nur für eine Sonnenfinsternis verwenden möchtest, kannst du dich ruhig für einen einfacheren und günstigeren Sonnenfilter mit Kartonhalterung oder montierter Solarfolie entscheiden. Tatsächlich hat unser Kollege Justin einen solchen Filter für sein Fotoshooting während der Sonnenfinsternis 2024 in New York verwendet und damit sehr gute Ergebnisse erzielt.
Der Sonnenfilter sollte zum Schutz deines Objektivs grundsätzlich während der gesamten Sonnenfinsternis angebracht bleiben. Du kannst ihn höchstens während der totalen Phase entfernen, aber weil dieser Moment nicht von langer Dauer ist, solltest du die genauen Zeiten im Voraus kennen und ihn rechtzeitig wieder anbringen.
Was sind die besten Kameraeinstellungen für Foto- und Videoaufnahmen bei einer Sonnenfinsternis?
Ein Geheimrezept für die richtigen Kameraeinstellungen gibt es nicht, da diese vom Sonnenfilter, der Lichtstärke, der Brennweite und der verwendeten Kamera abhängig sind. Am besten beginnst du also im manuellen Modus, fotografierst im RAW-Format und stellst für den Anfang einen niedrigen ISO-Wert wie ISO 100 oder 200 ein. So hast du einen guten Ausgangspunkt, um die Belichtungseinstellungen schrittweise anzupassen und die Sonnenfinsternis in allen Details einzufangen.
Während seines Fotoshootings in New York gelangen Justin die besten Fotos mit f/7, 1/125 sec und ISO 800 bei einer Brennweite von 500 mm. Justins Rat: Nimm diese Belichtungseinstellungen als Ausgangspunkt und passe sie je nachdem, was du auf dem Display siehst, entsprechend an. Wenn die Sonne zu hell erscheint und Details verliert, erhöhe die Verschlusszeit, schließe die Blende etwas mehr oder reduziere den ISO-Wert. Wenn das Bild zu dunkel ist, mach einfach das Gegenteil.
Für Videoaufnahmen einer Sonnenfinsternis würde Justin einen Zeitraffer verwenden. Eine Kamera wie die Sony FX3 kann mit dem S-Log3-Farbprofil lange in 4K aufnehmen, sodass du mehr Spielraum für spätere Farbkorrekturen hast. Ansonsten gelten für Videoaufnahmen ähnliche Voraussetzungen wie für Fotos: ein langes Objektiv, ein Sonnenfilter und eine Kamera, die während der gesamten Sonnenfinsternis aufnimmt.
Der schwierigste Teil ist die Belichtung. Bei Videoaufnahmen hast du weniger Flexibilität bei der Verschlusszeit, da diese normalerweise an die Bildrate angepasst ist. Wenn du mit 24 fps aufnimmst, würde Justin 1/48 sec oder 1/50 sec verwenden oder einen Verschlusswinkel von 180° einstellen (falls deine Kamera dies zulässt). Für die Blendenöffnung würde er einen Wert zwischen f/11 und f/16 wählen und den ISO-Wert manuell anpassen. So gelingt dir während der gesamten Sonnenfinsternis eine ausgewogene Belichtung und du kannst den Zeitraffereffekt auch noch in der Nachbearbeitung hinzufügen.
Justin Patricolo | Canon EOS R5 | Canon RF 100-500 mm f/4.5-7.1L IS USM | f/7.1 | 1/80 sec | ISO 800
Beispiel: So hat Justin die Sonnenfinsternis in New York fotografiert
Um dich bei der Vorbereitung auf die nächste Sonnenfinsternis zu unterstützen, hat Justin seine Erfahrungen beim Fotoshooting der Sonnenfinsternis 2024 in New York mit uns geteilt.
Justin hatte damals seine Canon EOS R5 mit einem Canon RF 100-500mm f/4.5-7.1L IS dabei. Beim Filter hatte sich Justin damals für einen preiswerten Sonnenfilter entschieden, den er online für ca. 30 US-Dollar kaufte. Dieser Filter hatte zwar eine Kartonhalterung, war aber speziell auf das Fotografieren einer Sonnenfinsternis ausgelegt. Damit er während der Aufnahme nicht verrutschte, befestigte Justin ihn mit einem Klebeband, was aber einwandfrei funktionierte. Um verwackelte Bilder zu vermeiden, hatte Justin außerdem ein Stativ mit im Gepäck.
Justin hätte sich zwar eine längere Brennweite von 700 bis 800 mm gewünscht, um den Bildausschnitt besser ausfüllen, näher an die Details herankommen und später freier zuschneiden zu können, hat aber mit seiner Ausrüstung sehr gute Ergebnisse erzielt. Die 45 Megapixel der R5 boten ihm mehr als genug Spielraum bei der Bildbearbeitung und die Auflösung war absolut zufriedenstellend.
Für seine besten Bilder arbeitete Justin mit f/7, 1/125 sec und ISO 800, bewegte sich aber je nach Aufnahme auch im Bereich zwischen 1/100 und 1/250 sec und zwischen ISO 500 und 800. Ein Patentrezept gibt es leider nicht, aber mit diesen Beispielwerten sollte es dir gelingen, während deiner Aufnahmen ein gutes Gleichgewicht zwischen Blende, Verschlusszeit und ISO zu finden.
Bei deinem ersten Versuch, Aufnahmen einer Sonnenfinsternis zu machen, solltest du von Videos vielleicht lieber die Finger lassen, da Bewegtbilder mehr Kontrolle erfordern als Standbilder.
Neben der eigentlichen Sonnenfinsternis hielt Justin auch alles fest, was um ihn herum geschah: die Menschen, die zum Himmel blickten, die Stative im Park und das seltsame Licht in den unterschiedlichen Phasen. Schließlich ist ein Bild, das das Erlebnis zeigt, mindestens genauso aussagekräftig wie ein technisch perfektes Foto der Sonnenfinsternis an sich.

Justin Patricolo | Sony FX3 | Sony FE 24-70 mm f/2.8 GM | f/2.8 | 1/50 sec | ISO 800
Was du über die Sonnenfinsternis 2026 in Deutschland und Österreich wissen solltest
Am 12. August 2026 erwartet dich in Deutschland und Österreich ein besonderes astronomisches Ereignis: eine tiefe partielle Sonnenfinsternis. Eine totale Sonnenfinsternis wird hier zwar nicht zu sehen sein, doch je nach Standort verdeckt der Mond einen großen Teil der Sonne. Besonders ausgeprägt wird der Bedeckungsgrad im Westen und Südwesten Deutschlands sowie im Westen Österreichs ausfallen. In manchen Regionen werden sogar fast 90 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche verdeckt.
Die Zone der Totalität verläuft weiter westlich und führt unter anderem über Grönland, Island und Nordspanien bis zu den Balearen. Nur innerhalb dieses schmalen Streifens verschwindet die Sonne für kurze Zeit vollständig hinter dem Mond. Von Deutschland und Österreich aus bleibt stets ein heller Teil der Sonnenscheibe sichtbar. Der Sonnenfilter muss deshalb während der gesamten Beobachtung und Aufnahme vor dem Objektiv bleiben.
Für deine Planung ist vor allem die Uhrzeit entscheidend: Die Sonnenfinsternis findet am frühen Abend statt. In Deutschland beginnt sie je nach Standort ungefähr ab 19:10 Uhr, in Österreich etwa ab 19:20 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht sie vielerorts kurz nach 20 Uhr. Da die Sonne zu diesem Zeitpunkt bereits tief steht, brauchst du einen möglichst freien Blick in Richtung Westen. Bäume, Gebäude, Berge oder auch nur der berüchtigte strategisch platzierte Kirchturm können deine Sicht schnell versperren.
Ein Standort mit erhöhtem oder offenem Horizont ist daher ideal. Suche deinen Aufnahmeort möglichst frühzeitig aus und prüfe vorab, wo die Sonne am 12. August untergeht. Beachte dabei, dass die Finsternis an manchen Orten erst nach Sonnenuntergang rechnerisch endet. Für deine Fotos sind deshalb vor allem der Beginn und der Höhepunkt relevant – und weniger die letzten Minuten der partiellen Phase.
Wie stark die Sonne verdeckt wird und wann die einzelnen Phasen stattfinden, hängt von deinem genauen Standort ab. Interaktive Finsterniskarten helfen dir dabei, die lokalen Zeiten, die Bedeckung und den Verlauf der Sonnenfinsternis vorab zu prüfen.
Und auch nach Sonnenuntergang lohnt es sich, noch etwas länger draußen zu bleiben: In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihr Maximum. Da die Sonnenfinsternis bei Neumond stattfindet, stört kein helles Mondlicht die Beobachtung des Meteorstroms. Gute Bedingungen also, um nach der Sonnenfinsternis direkt mit der nächsten Astrofotografie-Session weiterzumachen.
FAQs
Was ist eine Sonnenfinsternis?
Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond zwischen Erde und Sonne, sodass er die Sonnenscheibe, von der Erde aus betrachtet, ganz oder teilweise verdeckt.
Wann findet die Sonnenfinsternis 2026 statt?
Die Sonnenfinsternis 2026 findet am 12. August 2026 statt.
Wo ist die Sonnenfinsternis 2026 in Deutschland und Österreich zu sehen?
Die Sonnenfinsternis 2026 ist in ganz Deutschland und Österreich als partielle Sonnenfinsternis sichtbar. Am stärksten verdeckt ist die Sonne im Westen und Südwesten Deutschlands sowie im Westen Österreichs.
Was muss ich beachten, wenn ich zum ersten Mal eine Sonnenfinsternis fotografiere?
Plane, wo du deine Fotos aufnehmen möchtest, verwende eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten und einen speziellen Sonnenfilter und arbeite mit einem Stativ.
Welchen Filter brauche ich, um eine Sonnenfinsternis zu fotografieren?
Du brauchst einen speziellen Sonnenfilter, der vor dem Objektiv angebracht wird. Dabei hast du die Wahl zwischen einem Frontsonnenfilter, einer gut montierten Sonnenschutzfolie oder einem extremen ND-Filter, der speziell für die Sonnenfotografie entwickelt wurde.
Kann ich zum Fotografieren einer Sonnenfinsternis den Sucher meiner Kamera verwenden?
Wenn du die Sonnenfinsternis mit einer DSLR-Kamera fotografierst, solltest du dabei nicht durch den optischen Sucher schauen, während die Kamera auf die Sonne gerichtet ist. Es ist sicherer, mit dem Display zu arbeiten und immer einen geeigneten Sonnenfilter vor dem Objektiv zu verwenden. Bei einer spiegellosen Kamera kannst du den elektronischen Sucher ruhig nutzen, sofern ein geeigneter Sonnenfilter angebracht ist.
Weitere Tipps und Techniken findest du auf dem MPB-Blog.
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