
Test: Nikon Z5 II | Einstiegsfreundliche Vollformatkamera?
Veröffentlicht am 26. März 2026 von MPB
Auf dem Papier bringt die Nikon Z5 II einiges mit, was man sonst eher aus höheren Klassen kennt: Nikons EXPEED 7-Prozessor, einen modernen Autofokus, eine starke Bildstabilisierung und solide Videofunktionen. In der Praxis entscheidet aber, ob eine Kamera schnell reagiert, zuverlässig arbeitet und sich intuitiv bedienen lässt, damit du den richtigen Moment nicht verpasst.
Berufsfoto- und Videograf Dhan Limwattana aus Wien arbeitet schon seit Jahren mit dem Nikon-System und hat die Kamera in der österreichischen Bundeshauptstadt eingehend für uns getestet, um der Frage auf den Grund zu gehen, ob sie ihrem Ruf als bezahlbarer Einstieg ins Vollformat gerecht wird.

Gebrauchte Nikon Z5 II
Nikon Z5 II: Technische Daten
Sensortyp | CMOS-Vollformatsensor |
Sensorauflösung | 24,5 Megapixel |
Bildprozessor | EXPEED 7 |
ISO-Bereich | 400–64.000 (erweiterbar auf 50–204.800) |
Verschluss | Mechanisch/elektronisch |
Serienaufnahmen | Bis zu 30 Bilder pro Sekunde |
Autofokus | Hybrid-Autofokus mit 299 Phasen-AF-Messfeldern |
Motiverkennung | Menschen, Tiere, Autos, Motorräder, Fahrräder, Züge, Flugzeuge |
Bildstabilisierung | IBIS (5 Achsen, bis zu 7,5 Blendenstufen) |
Sucher | Elektronischer Sucher mit 18 Helligkeitsstufen |
LCD-Display | 3,2 Zoll, dreh- und schwenkbar |
Video | 4K mit bis zu 60p |
Blitzsynchronsation | Ja |
Speichermedien | Zwei SD-Kartensteckplätze (UHS-II) |
Konnektivität | WLAN, Bluetooth 5.0, HDMI Typ D, USB-C |
Akku | EN-EL15c |
Abmessungen | 134 × 100,5 × 72 mm |
Gewicht | 700 g |
Wetterbeständigkeit | Ja (Staub und Spritzwasser) |
Erscheinungsjahr | 2025 |
Stärken
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Vollformatkamera
Sehr gute Bildqualität mit viel Bearbeitungsspielraum
Schneller Autofokus mit Motiverkennung dank leistungsstarkem EXPEED 7-Prozessor
Effektive 5-Achsen-Bildstabilisierung für Foto und Video
4K-Video mit modernen Bildprofilen
Zwei SD-Speicherkarten-Slots für alltagstaugliche Backups
Wettergeschütztes Gehäuse
Schwächen
Videoaufnahmen ab 4K 50p nur mit Crop
Serienbildfunktion langsamer als bei High-End-Modellen
Kein Stacked-Sensor
Elektronischer Sucher nicht auf dem Niveau der Z8 oder Z9
Weniger Videofunktionen als bei anderen Hybridkameras
Nur Micro-HDMI-Anschluss
Etwas komplexe Menüstruktur für Anfänger:innen
Rolling Shutter

Gebrauchte Nikon Z5 II
Erster Eindruck
Die Nikon Z5 II richtet sich für mich vor allem an drei Zielgruppen: ambitionierte Hobbyfotograf:innen, die den ersten Schritt ins Vollformat oder ins Nikon Z-System machen wollen, Umsteiger:innen von APS-C- oder älteren DSLR-Kameras und Hybrid-Creators, die eine zuverlässige Allround-Kamera suchen. Sie bietet viele Funktionen, die man im Alltag wirklich merkt – viel Dynamikumfang, gute Schwachlichtleistung, einen deutlich besseren Autofokus als die ursprüngliche Nikon Z5 und ein insgesamt erwachseneres Bediengefühl.
Wer allerdings maximale Geschwindigkeit, möglichst wenig Rolling Shutter oder kompromisslose Video-Features sucht, wird eher bei der Nikon Z6 III, der Nikon Z8 oder einer stärker auf Video spezialisierten Alternative landen. Aber genau darin liegt die Stärke der Z5 II: Sie will nicht jede Disziplin meistern, sondern eine vernünftige, zuverlässige Lösung für möglichst viele Einsätze sein. Und gerade wenn der Preis eine Rolle spielt, ist sie ein sehr attraktives Gesamtpaket.

Gebrauchte Nikon Z5 II
Design und Handhabung
Wenn du schon mal mit einer Nikon-Kamera gearbeitet hast, fühlt sich das Gehäuse der Z5 II direkt vertraut an. Der Griff ist angenehm tief, bietet bei normalgroßen Händen ein sicheres Gefühl und hält auch mit mittelgroßen Z-Objektiven gut die Balance. Mit ihren rund 700 g wirkt die Kamera stabil, ist aber trotzdem kompakt genug, um auch bei längeren Fotosessions wie meinen typischen Streetfotografie-Touren durch die Wiener Innenstadt nicht zum Ballast zu werden.
Auch die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck. Das Gehäuse fühlt sich, wie man es von Nikon gewohnt ist, hochwertig und solide an. Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt und insgesamt ist die Kamera eindeutig für eine regelmäßige Nutzung gemacht. Ein weiterer Pluspunkt für Einsätze wie in der Streetfotografie, bei Reportagen oder in der Reisefotografie ist die Wetterabdichtung. Ich war mit der Nikon Z5 II schon an staubigen und regnerischen Tagen ganz ohne Plastiksackerl oder sonstigen Schutz unterwegs, und sie hat mir danach nie Probleme bereitet.

Gebrauchte Nikon Z5 II
Bedienung
Besonders gelungen finde ich die Bedienung. Die Bedienelemente für Verschlusszeit, Blende und ISO sind intuitiv angeordnet und schnell erreichbar, ohne dass du dich erst durch endlose Menüs klicken musst. Gleichzeitig lässt sich die Kamera über die frei belegbaren Tasten oder individuelle Menüeinstellungen gut an deine Arbeitsweise anpassen.
Dazu kommt der Picture-Control-Button, mit dem du verschiedene Filmlooks (Imaging Recipes) aus der Nikon Imaging Cloud herunterladen und direkt in der Kamera anwenden kannst, als würdest du mit deinen eigenen Presets fotografieren. Das ist eine interessante Option für Creators oder Fotograf:innen, die gerne vom klassischen Handyfoto auf einen Kameralook umsteigen und die Bilder direkt aufs Smartphone übertragen möchten, ohne sich viele Gedanken über die Nachbearbeitung machen zu müssen. Und für spontane Momente und schnelle Action gibt’s bei der Z5 II schnellere Serienbildraten als beim Vorgängermodell und eine Pre-Release Capture-Funktion, mit der die Kamera schon vor dem kompletten Auslösen aufnimmt.
Als Nikon Z5-Nachfolgerin wirkt die Mark II in der Praxis deutlich moderner als ihre Vorgängerin und andere Alternativen für den Einstieg ins Vollformat. Der EXPEED 7-Prozessor, der auch in höherklassigen Nikon-Modellen verbaut ist, bietet nicht nur mehr Leistung, sondern auch ein flüssigeres Gesamtgefühl.

Gebrauchte Nikon Z5 II
Sucher und Display
Der elektronische Sucher der Nikon Z5 II mit 3,69 Millionen Punkten ist für diese Klasse richtig gut. Er ist ausreichend hell, um auch bei starkem Sonnenlicht oder bei kompletter Finsternis sauber arbeiten zu können, und liefert eine deutlich angenehmere Ansicht als viele ältere Einstiegsmodelle. Natürlich spielt er nicht in derselben Liga wie die Z8 oder die Nikon Z9, aber im Alltag hat er mich noch nie ausgebremst.
Das dreh- und schwenkbare Display ist für mich eines der praktischsten Features dieser Kamera. Bei Aufnahmen aus Hüfthöhe, über Kopf oder in beengten Situationen bist du damit deutlich flexibler. Gerade für Street, Reisen und Videoaufnahmen im Self-Setup ist es ein echter Komfortgewinn.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 35mm f/1.8 S | 35 mm | f/4.0 | 1/640 sec | ISO 3200
Akku, Speicher und Konnektivität
Die Z5 II nutzt den EN-EL15c-Akku, den man auch aus anderen Nikon-Kameras kennt. Ich habe mir viele Messungen zur durchschnittlichen Akkulaufzeit durchgelesen, kann aber sagen, dass du mit einer Akkuladung in der Praxis deutlich weiter kommst. Erfahrungsgemäß reicht ein Akku locker 4 Stunden, wenn ich die ganze Zeit fotografiere. Beim Filmen geht dir natürlich etwas schneller der Saft aus, je nachdem, ob du in 4K oder 1080p aufnimmst.
Die beiden SD-Kartenslots sind für mich ein starkes Kaufargument. Ich nutze den zweiten Slot gern als Backup für Fotos oder zur Trennung von RAW und JPEG, aber leider bietet Nikon hier noch keine Sicherungskopien für Videos an. Auch dass Nikon auf UHS-II-SD statt auf teure Spezialkarten setzt, passt gut zum Anspruch der Kamera: leistungsfähig, aber bodenständig.
Was die Konnektivität über WLAN und Bluetooth angeht, bist du mit der Z5 II gut bedient, zum Beispiel, wenn deine Bilder schnell aufs Smartphone sollen oder du die Kamera remote steuern willst. Die dafür benötigte Nikon-App ist zwar nicht immer das schnellste Tool der Welt, erfüllt aber im Alltag ihren Zweck.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 75 mm | f/5.6 | 1/250 sec | ISO 100
Autofokus und Motiverkennung
Der Autofokus ist einer der größten Fortschritte bei der Z5 II – besonders für die Porträt-, Street- und Landschaftsfotografie oder hybride Einsätze.
Bei bewegten Motiven arbeitet das System viel schneller und zuverlässiger als ältere Modelle und orientiert sich dabei stark an den Kameras der neueren Generation. Was sofort auffällt, ist, dass die Kamera unterschiedlichste Motive wie Menschen, Tiere, Autos, Motorräder, Fahrräder, Züge und Flugzeuge treffsicher erkennt und zum Beispiel bei Porträts oder Streetaufnahmen ohne langes Suchen direkt auf die Augen fokussiert. Ich persönlich verwende am liebsten AF-C in Kombination mit 3D-Tracking oder Spotmessung, weil ich damit sehr gezielt arbeiten kann, ohne die Kontrolle komplett an die Kamera abzugeben. Aber gerade für den Einstieg reichen die Motiverkennungsmodi der Kamera in den meisten Fällen vollkommen aus.
Sogar bei schwierigen Lichtverhältnissen, wie bei Gegenlicht, bleibt der Autofokus übrigens überraschend stabil. Bei wenig Licht wird er etwas langsamer, aber nicht unbrauchbar, solange irgendwo noch Kontraste vorhanden sind.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 28 mm | f/2.8 | 1/250 sec | ISO 800
Bildqualität
Die Bildqualität der Z5 II ist insgesamt sehr überzeugend. Wer riesige Crops oder maximale Auflösung sucht, findet anderswo mehr Reserven, aber für die meisten fotografischen Anwendungen sind die 24,5 Megapixel mehr als ausreichend. Gerade in Kombination mit guten Z-Objektiven liefert der Vollvormatsensor klare Bilder und scharfe Details.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es aber: Bei schnellen Schwenks und im Lautlosmodus ist Rolling Shutter sichtbar, auch wenn sich dieses Problem teilweise beheben lässt, indem du einfach nicht im Lautlosmodus fotografierst.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 70 mm | f/2.8 | 1/500 sec | ISO 125
Farben, Hauttöne und Dynamikumfang
Farben und Hauttöne wirken typisch Nikon: natürlich, nicht zu ausgewaschen oder übersättigt und ohne seltsame Farbstiche. Gerade bei Porträts ist das angenehm, weil die Dateien schon von Haus aus sehr harmonisch aussehen. Auch der automatische Weißabgleich arbeitet zuverlässig; nur bei gemischtem Kunst- und Tageslicht stelle ich die Kelvin-Temperatur lieber manuell ein, um konstante Ergebnisse zu erhalten.
Der Dynamikumfang ist für diese Klasse ebenfalls stark. Schatten lassen sich gut anheben, Highlights behalten oft noch Zeichnung, ohne dass das Bild sofort an Qualität verliert, und insgesamt geben die RAW-Dateien genug Spielraum für die Nachbearbeitung, was die Kamera zu einer flexiblen Begleiterin im Fotografiealltag macht.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 70-180mm f/2.8 | 180 mm | f/2.8 | 1/4000 sec | ISO 100
ISO und Low-Light-Performance
Auch bei wenig Licht musst du dir mit der Z5 II keine Gedanken machen. Für mich bleiben die Aufnahmen von ISO 3200 bis 6400 brauchbar, ohne dass ich lange überlegen muss. Bei höheren ISO-Werten ist zwar ein Rauschen sichtbar, das sich mit moderner Bildbearbeitungssoftware aber problemlos beheben lässt.
Nützlich ist auch die kamerainterne Bildstabilisierung. Gerade bei natürlichem Licht, auf Reisen oder bei spontanen Streetaufnahmen, kannst du so öfter noch aus der Hand arbeiten, ohne sofort die ISO hochziehen oder zum Stativ greifen zu müssen.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 35mm f/1.8 S | 35 mm | f/4 | 1/200 sec | ISO 100
Videofunktionen
Die Videofunktionen der Nikon Z5 II sind für diese Preisklasse ehrlich gesagt überraschend stark, was die Kamera zu einer interessanten Option für Hybrid-Creators wie mich macht. Das Upgrade auf 4K bis 60p, Full HD bis 120p, N-Log und internes N-RAW sorgt im Vergleich zum Vorgängermodell für flüssigere Bewegungen und deutlich mehr Flexibilität bei B-Rolls oder Slow-Motion-Aufnahmen.
Der 4K/60p-Modus kommt mit einem leichten Crop. Für viele Einsätze ist das aber gut verschmerzbar, vor allem wenn du eher mit Normal- oder Telebrennweiten arbeitest. Wenn du viel vloggst oder weite Handheld-Einstellungen magst, kann dich das allerdings einschränken.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 32 mm | f/2.8 | 1/500 sec | ISO 100
Der Autofokus arbeitet auch bei Videoaufnahmen zuverlässig. Gesichts- und Augenerkennung funktionieren stabil. Die Fokusübergänge wirken insgesamt ruhig und lassen sich über die Einstellungen steuern, und nur gelegentlich kommt es zu einem leichten „Pumpen“. Für ein Gehäuse dieser Klasse ist das absolut okay, aber wenn du rein filmisch arbeitest und maximale Sicherheit in jeder Situation brauchst, wirst du wahrscheinlich trotzdem irgendwann bei einem spezialisierteren Modell landen.
Sehr positiv ist auch mein Eindruck vom N-Log- beziehungsweise N-RAW-Material. Die Aufnahmen lassen sich gut graden und bieten genug Reserven für anspruchsvollere Looks. Dazu kommen ein Mikrofon- und Kopfhöreranschluss sowie eine manuelle Pegelkontrolle. Wenn der Ton etwas professioneller sein soll, würde ich dir trotzdem ein externes Mikro empfehlen.
Überhitzung war bei meinem Test nie ein Problem. Bei längeren 4K/60p-Aufnahmen wird die Kamera zwar heiß, hat sich aber noch nie abgeschaltet oder eine Warnmeldung angezeigt. Rolling Shutter ist im Video sichtbar, bleibt aber in einem Bereich, mit dem du gut arbeiten kannst, solange du extreme Schwenks vermeidest.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 45 mm | f/5.6 | 1/250 sec | ISO 200
Nikon Z5 II: Alternativen
Wer nach Alternativen zur Nikon Z5 II sucht, landet schnell bei einigen bekannten Modellen wie der Nikon Z6 II, Canon EOS R8 oder Sony A7 III. Alle liegen preislich relativ nah beieinander, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Die Z5 II spielt ihre Stärken vor allem bei der Bildstabilisierung, der Low-Light-Performance und beim Handling aus. Ein klarer Nachteil gegenüber manchen Alternativen liegt im Videobereich, zum Beispiel durch den Crop oder den fehlenden Fokus auf High-End-Video. Wer also primär Videos macht, ist mit anderen Modellen teilweise besser bedient.

Gebrauchte Nikon Z6 II
Nikon Z6 II
Der Vergleich Nikon Z5 II vs. Z6 II ist für viele wahrscheinlich der naheliegendste. Die Z6 II ist nach wie vor eine gute Kamera, die schnellere Speicherkarten und einen professionelleren Workflow unterstützt, allerdings fühlt sich die Z5 II mit ihrem besseren Autofokus, aktuelleren Prozessor, einer zeitgemäßeren Bedienung und insgesamt mehr Komfort deutlich moderner an.

Gebrauchte Canon EOS R8
Canon EOS R8
Außerhalb des Nikon-Systems ist die Canon EOS R8 eine gute Alternative. Sie punktet besonders beim Autofokus und bei den Videofunktionen (4K ohne Crop), verzichtet dafür aber auf eine IBIS, wodurch du im Alltag auf teurere Objektive mit Bildstabilisierung oder bei Videoaufnahmen auf ein Gimbal angewiesen bist.

Gebrauchte Sony Alpha A7 III
Sony A7 III
Die Sony A7 III ist trotz ihres Alters noch immer eine solide Option. Hier bekommst du neben einem riesigen Objektiv-Ökosystem auch extra viel Akkulaufzeit, die Technik ist im Vergleich zur Nikon Z5 II aber nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 41 mm | f/5.6 | 1/400 sec | ISO 250
Fazit: Lohnt sich die Nikon Z5 II?
Für mich ist die Nikon Z5 II eine der vernünftigsten Vollformatkameras im aktuellen Nikon-Lineup. Sie will nicht alles sein, macht aber sehr viel richtig: gutes Handling, starke Bildstabilisierung, einen modernen Autofokus, saubere Bildqualität und brauchbare Videooptionen. Vor allem fühlt sie sich nicht wie eine abgespeckte Kompromisslösung an, sondern wie eine Kamera, mit der man ernsthaft arbeiten kann.
Wenn du von APS-C oder DSLR kommst, ist sie ein sehr überzeugender Einstieg in die Z-Serie und ins Vollformat. Und wenn du schon ein älteres Nikon-Modell besitzt und dir ein besserer Autofokus, mehr Komfort und Hybridfunktionen wichtig sind, ist sie ebenfalls spannend. Auch preislich ist die Z5 II für viele Fotograf:innen eine smarte Investition – vor allem gebraucht.
Wer fast nur filmt, 4K/60p ohne Crop braucht oder regelmäßig sehr schnelle Action auf Spitzenniveau fotografiert, sollte sich lieber nach einer Alternative umschauen. Für alle anderen ist die Z5 II aber eine ausgewogene, alltagstaugliche und erstaunlich erwachsene Nikon-Systemkamera.

Dhan Limwattana | Nikon Z5 II | NIKKOR Z 28-75mm f/2.8 | 60 mm | f/5.6 | 1/250 sec | ISO 100
FAQs
Für wen eignet sich die Nikon Z5 II am besten?
Vor allem für ambitionierte Hobbyfotograf:innen, Umsteiger:innen von APS-C oder DSLR und Hybrid-Creators, die ein vielseitiges Vollformat-Gehäuse suchen, ohne gleich in die Oberklasse zu investieren.
Lohnt sich das Upgrade von der Nikon Z5?
Ja, vor allem wenn dir Autofokus, Reaktionsgeschwindigkeit, Sucherhelligkeit und moderne Videooptionen wichtig sind. Genau dort fühlt sich die Z5 II wie ein deutlicher Schritt nach vorne an.
Wie gut ist der Autofokus der Nikon Z5 II wirklich?
Für die Alltagsfotografie, Porträts, Streetaufnahmen, Reportagen und Reisefotos ist er sehr gut. Bei Actionsport oder extrem schnellen Wildlife-Situationen gibt es stärkere Alternativen.
Ist der Crop bei 4K/60p ein Dealbreaker?
Nicht zwingend. Für B-Roll, Interviews oder telelastige Aufnahmen ist er oft egal. Für Vlogging, Weitwinkelaufnahmen aus der Hand und sehr flexible Hybrid-Workflows kann er aber eine Einschränkung sein.
Welche Objektive funktionieren mit der Z5 II?
Am besten die NIKKOR-Z-Objektive. Per FTZ-Adapter lassen sich aber auch viele F-Bajonett-Objektive weiterverwenden, was den Umstieg von älteren Nikon-Systemen deutlich erleichtert.
Ist die Nikon Z5 II gebraucht eine gute Wahl?
Ja. Gerade gebraucht wird die Z5 II für viele zur interessanten Option, weil sie moderne Technik mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis kombiniert.
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