
Test: Fujifilm X-T30 | Kompakte APS-C-Kamera
Veröffentlicht am 18. März 2026 von MPB
Die Fujifilm X-T30 ist seit langem als kompakte spiegellose Kamera bekannt, die in ihrer Klasse Maßstäbe setzt. Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2019 hat sie sich schnell einen Ruf für ihre hohe Bildqualität und Leistung in einem kompakten, leichten Gehäuse gemacht. Auch heute noch ist sie eine beliebte Wahl bei Fotograf:innen, die eine leistungsstarke, handliche Kamera ohne den zusätzlichen Ballast von High-End-Modellen suchen.
Entdecke mit Fotograf:in Maartje Hensen (they/them), wie sich die Fujifilm X-T30 heute schlägt. Maartje fotografiert queeren Lifestyle, Reisen und Hochzeiten und hat die Kamera zusammen mit dem Objektiv XF 35mm f/1.4 R in typischen Alltagssituationen für uns getestet. Da Maartje jahrelang mit Canon fotografiert hat, bekommst du hier eine ganz frische Perspektive auf die Stärken und Schwächen der Kamera und erfährst, ob sie auch heute noch eine gute Wahl für dich ist.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/4 | 1-500 sec | ISO 320
Fujifilm X-T30: Technische Daten
Sensor | 26,1 MP APS-C X-Trans CMOS 4 |
Prozessor | X-Processor Pro 4 |
Autofokus | Hybrider Phasen- und Kontrast-AF mit breiter Abdeckung |
Video | 4K DCI/UHD bis 30 fps; Full-HD bis 120 fps |
Elektronischer Sucher | OLED mit 3,36 Mio. Punkten und 100 %iger Abdeckung |
LCD | Neigbarer 3-Zoll-Touchscreen (1,04 Mio. Punkte) |
Serienaufnahme | 8 fps mechanisch / 20 fps EV |
ISO-Bereich | 160–12.800 (erweiterbar) |
Konnektivität | WLAN, Bluetooth, USB-C, micro HDMI |
Akkulaufzeit | 350–380 Aufnahmen (CIPA) |
Gewicht | 383 g (mit Akku und SD-Karte) |
Wetterschutz | Nein |
IBIS | Nein |

Gebrauchte Fujifilm X-T30
Stärken
Kompaktes, leichtes Gehäuse für Reisen, Street und Alltag
Hervorragende Bildqualität mit satten Farben und wenig Bearbeitungsaufwand
Schneller und zuverlässiger Autofokus bei Foto- und Videoaufnahmen
Fujifilm-Filmsimulationen für ein kreatives, intuitives Aufnahmeerlebnis
Retro-Design mit griffigen und leicht zu bedienenden Drehschaltern
Einfache Bildübertragung auf das Smartphone über die Fujifilm XApp
Schwächen
Keine kamerainterne Bildstabilisierung zur Erleichterung von Frei-Hand-Aufnahmen bei wenig Licht
Eingeschränkte Videofunktionen im Vergleich zu neueren Modellen
Umständliche Bedienung mit größeren Händen durch kleine Bedienelemente
Das Display lässt sich nur nach oben und unten neigen, was das Vloggen oder Aufnahmen im Hochformat erschwert
Kein Wetterschutz

Gebrauchte Fujifilm X-T30
Erster Eindruck
Die Fujifilm X-T30 ist der Beweis dafür, dass eine Kamera nicht groß oder mit übermäßig viel Technik ausgestattet sein muss, um überzeugende Ergebnisse zu liefern. Sie ist kompakt, leicht und schnell und bietet für ihre Größe eine hervorragende Bildqualität, einen zuverlässigen Autofokus und eine solide Schwachlichtleistung. Besonders gut eignet sie sich für die Reise-, Street- und Alltagsfotografie, wo Tragbarkeit und Bedienkomfort besonders wichtig sind. Auch wenn ihr Funktionen wie eine kamerainterne Bildstabilisierung, Wetterfestigkeit und erweiterte Videooptionen fehlen, ist die X-T30 eine leistungsstarke und zuverlässige Option für Fotograf:innen, die Wert auf Haptik und ein unkompliziertes Aufnahmeerlebnis legen.

Gebrauchte Fujifilm X-T30
Design und Verarbeitung
Ich würde diese Kamera schon allein wegen ihres Aussehens kaufen. Besonders die Drehregler auf der Oberseite, die sich super bedienen lassen, verleihen ihr das gewisse Retro-Flair. Aber abgesehen vom Design liegt die Kamera durch ihre kompakte Bauweise und ihr geringes Gewicht auch gut in der Hand.
Diese kompakte Größe bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. Wer größere Hände oder Finger hat, wird die Tasten und Drehregler vielleicht etwas fummelig finden. Ich persönlich hatte damit keine allzu großen Probleme, aber ich habe ein Steuerkreuz vermisst. Die Bedienung des Menüs über den Joystick kostet mehr Zeit, und der Touchscreen reagiert langsamer als ich es von meinen Canon-Kameras gewohnt bin.
Oben rechts findest du die Einstellräder für die Verschlusszeit und Belichtungskorrektur sowie einen Schalter für den Vollautomatikmodus. Leider kann man in diesem Modus nur JPEG-Bilder aufnehmen, was für Fotograf:innen mit weniger Erfahrung durchaus sinnvoll ist. Als Profifotograf:in hätte ich aber dennoch gerne die Möglichkeit, auch mit RAW-Dateien zu arbeiten.
Auf der linken Seite befindet sich das Moduswahlrad, wo du auch die verschiedenen Serienbildoptionen findest. Außerdem gibt es einen ausklappbaren Blitz, der bei vielen Fujifilm-Kameras fehlt. Da der Trend gerade wieder in Richtung Aufnahmen mit direktem Blitz geht, ist das tatsächlich ein echtes Plus.
Erstaunlicherweise gibt es keine gesonderte ISO-Taste. Du kannst zwar das vordere oder hintere Einstellrad mit den ISO-Einstellungen belegen, aber diese Räder sind sehr empfindlich, weshalb es leicht zu versehentlichen Änderungen der Einstellungen kommen kann. Außerdem ist der elektronische Sucher ziemlich klein und hat mich nicht sonderlich beeindruckt. Ich musste stattdessen oft auf das rückseitige Display zurückgreifen.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/16 | 1-30 sec | ISO 80
Fotoleistung
Autofokus
Der schnelle und präzise Autofokus der Kamera hat mir sehr gut gefallen. Im Serienbildmodus mit hoher Bildrate kannst du mit dem mechanischen Verschluss bis zu 8 Bilder pro Sekunde und mit dem elektronischen Verschluss bis zu 20 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Es gibt sogar einen Sportmodus, der bis zu 30 Bilder pro Sekunde schafft, allerdings wird das Bild dabei leicht gecroppt.
Bewegte Motive wie Radfahrer:innen ließen sich mit dieser Geschwindigkeit bei längeren Verschlusszeiten gut festhalten. Mir ist allerdings aufgefallen, dass der integrierte Blitz bei den schnelleren Serienbildmodi nicht mithalten kann.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/16 | 1-15 sec | ISO 80
ISO- und Schwachlicht-Performance
Für eine Kamera mit APS-C-Sensor war ich von der ISO-Empfindlichkeit und Leistung bei wenig Licht ziemlich beeindruckt. Trotzdem war das Fotografieren aus der Hand mit langer Verschlusszeit bei Nacht etwas knifflig, vor allem weil die Kamera keine integrierte Bildstabilisierung hat.
Die fehlende IBIS-Funktion kann bei Schwachlicht ein Nachteil sein, aber wenn man kreativ damit umgeht, kann ein bisschen Bewegungsunschärfe einem Bild auch das gewisse Etwas verleihen.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/4 | 1.0 sec | ISO 80

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/2.5 | 1.0 sec | ISO 80
Akkulaufzeit und Praxistauglichkeit
Die Akkuleistung hat mich nicht besonders beeindruckt, aber das gilt nicht nur für die X-T30. Sie verwendet denselben Akku wie andere spiegellose Kameras der Fujifilm X-Serie, was praktisch ist, wenn du bereits Ersatzakkus hast. In zusätzliche Akkus zu investieren, ist auf jeden Fall eine gute Idee.
Außerdem gibt es für Fujifilm-Kameras eine passende App für Mobilgeräte, mit der du deine Bilder ganz einfach auf dein Smartphone übertragen kannst, um sie dort schnell zu bearbeiten oder zu teilen. Für Kreative, die gerne von unterwegs posten, kann das ein echter Vorteil sein.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/4 | 1-60 sec | ISO 2500
Bildqualität und Sensorleistung
Ich habe bisher fast nur technische Details erwähnt, aber wenn ich ehrlich bin, geht es mir beim Fotografieren eher um das Gefühl, das meine Bilder vermitteln. Mir ist die Bildwirkung wichtiger als technische Daten, und noch nie wurde ich von Kund:innen gefragt, wie viele Megapixel ein Foto hat.
Die Bildqualität der X-T30 ist wirklich top. Die Bilder sind gestochen scharf und voller satter Farben und Details. Die Filmsimulationen von Fujifilm spielen dabei eine große Rolle. Sie passen perfekt zu meinem verträumten, fast märchenhaften Stil und liefern direkt aus der Kamera wunderschöne JPEGs. Wenn du im RAW-Format fotografierst, kannst du diese Filmsimulationen später in Lightroom nachträglich anwenden.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/5.6 | 1-60 sec | ISO 80

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/5.6 | 1-250 sec | ISO 200
Bei Fujifilm sind die RAW-Dateien übrigens fast doppelt so groß wie bei Canon, was für mich etwas ungewohnt war. Die JPEGs sind zwischen 7 und 17 MB groß, und da es nur einen einzigen Speicherkartensteckplatz gibt, solltest du dich um genügend Speicherkapazität kümmern.
Nachdem ich diese Kamera testen durfte, war ich schon kurz davor, mir selbst eine zu kaufen. Ihre Größe, ihre Farben und ihre Haptik machen sie zu einer tollen Alltagskamera, um Freunde, Familie, Reisen oder einfach das Stadtleben zu fotografieren, ohne viel Gewicht mit sich herumtragen zu müssen.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/4.5 | 1-60 sec | ISO 80
Videofunktionen und 4K-Aufnahme
Die Fujifilm X-T30 ist eine solide Hybridkamera, die meiner Meinung nach aber eher für Fotograf:innen als für Videograf:innen geeignet ist. Sie nimmt scharfe 4K-Videos mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf und bietet Zeitlupenoptionen in Full HD.
Außerdem gibt es keine kamerainterne Bildstabilisierung, keinen Kopfhöreranschluss und du brauchst einen Adapter, um ein externes Mikrofon anzuschließen. Das Display lässt sich nur nach oben und unten neigen, und längere 4K-Aufnahmen können zu Überhitzung führen.
Für gelegentliche Videoaufnahmen oder eine Mischung aus Fotos und Videos macht sie ihre Sache gut. Wenn du dich hauptsächlich auf Videos konzentrierst, wirst du mit dieser Kamera allerdings schneller an deine Grenzen stoßen.

Gebrauchte Fujifilm X-T30
Fujifilm X-T30 vs. X-T30 II vs. X-T30 III
Die Fujifilm X-T30 kam 2019 auf den Markt, gefolgt von der Fujifilm X-T30 II im Jahr 2021 und der Fujifilm X-T30 III im Jahr 2025. Auch wenn sich die Kameras äußerlich sehr ähneln, gibt es doch einige wesentliche Unterschiede zwischen den Modellen.
Die X-T30 II nutzt genau wie die erste X-T30 den X-Processor 4 von Fujifilm, allerdings mit kleinen Verbesserungen, die zu einer stabileren Leistung und einem etwas besseren Autofokus führen. In der Praxis sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen aber eher gering, vor allem beim Fotografieren.
Bei der X-T30 III hat sich mit dem neueren X-Processor 5 im Vergleich zu den beiden Vorgängerinnen am meisten getan. Der neue Prozessor sorgt für eine insgesamt schnellere Leistung, einen fortschrittlicheren Autofokus und eine KI-gestützte Motiverkennung. Auch bei den Videoaufnahmen gibt es deutliche Verbesserungen: Die X-T30 III bietet 6,2K-Aufnahmen, 4K bei 60 Bildern pro Sekunde und höhere Bildraten für Zeitlupenaufnahmen sowie eine verbesserte digitale Bildstabilisierung.
Sowohl bei der X-T30 II als auch bei der X-T30 III ist das Display auf der Rückseite im Vergleich zum Vorgängermodell hochauflösender. Die X-T30 III bietet außerdem mehr Filmsimulationen, die über ein eigenes Einstellrad ausgewählt werden können.
Alles in allem ist der Schritt von der X-T30 zur X-T30 II eher gering, während die X-T30 III ein spürbareres Upgrade ist. Wenn du hauptsächlich Videos aufnimmst, bist du mit den neueren Modellen besser beraten, aber für Fotograf:innen ist die ursprüngliche X-T30 immer noch eine sehr gute Wahl.

Maartje Hensen | Fujifilm X-T30 | XF 35mm f/1.4 R | 35mm | f/1.4 | 1-60 sec | ISO 1600
Fazit: Ist die Fujifilm X-T30 die richtige Kamera für dich?
Egal, ob du noch neu in der Fotografie bist und dich weiterentwickeln möchtest, schon etwas Erfahrung hast oder einfach nur Wert auf Mobilität und Kreativität legst – die Fujifilm X-T30 ist eine tolle Wahl. Sie ist kompakt, macht Spaß und liefert hervorragende Bilder.
Für Kreative, die eine kamerainterne Bildstabilisierung, Wetterfestigkeit oder erweiterte Videofunktionen suchen, ist sie weniger geeignet. Aber für Fotograf:innen, denen das Fotografieerlebnis und die Farben wichtiger sind als technische Details, ist die X-T30 nach wie vor eine sehr gute Wahl.
Auch Jahre nach ihrer Markteinführung beweist die Fujifilm X-T30, dass eine Kamera nicht groß, schwer oder technisch besonders ausgefeilt sein muss, um zu begeistern.
Mehr über Maartje erfährst du auf Instagram.
Weitere Testberichte findest du auf dem MPB-Blog.

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