
Test: OM System OM-3 | Spiegellose Micro-Four-Thirds-Kamera
Veröffentlicht am 7. Jänner 2026 von MPB
Außen hui, innen auch? Auf den ersten Blick erinnert die stylische OM System OM-3 aus dem Jahr 2025 an eine klassische Olympus-Analogkamera. Im Praxistest mit Jakub Golis von MPB hat sie aber schnell bewiesen, dass sie weit mehr ist als nur ein nostalgisches Spielzeug. Hinter dem Gehäuse der Kamera im Retro-Look verbirgt sich nämlich eine moderne Micro-Four-Thirds-Kamera mit echten Talenten. Von einigen wird die OM-3 sogar als das Modell bezeichnet, das am ehesten in die Fußstapfen der Olympus PEN-F treten könnte (obwohl sie eine typische Spiegelreflexkamera ist).

Gebrauchte OM System OM-3
Hinter dem schicken Body der OM System OM-3 verbirgt sich beeindruckende Technik. Die Kamera bietet nicht nur denselben Highspeed-Stacked-Sensor mit 20 Megapixeln, der auch beim Spitzenmodell OM System OM-1 Mark II zu finden ist, sondern auch ein fortschrittliches Autofokussystem und jede Menge nützliche Funktionen für computergestützte Aufnahmen.

Jakub Golis | OM System OM-3 | Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO | 70mm | f/4 | 1/60 | ISO 400
Die OM System OM-3 ist der perfekte Kompromiss zwischen einer sperrigen Profikamera und einer reisetauglichen Kamera, bei der das kompakte Format oft auf Kosten der Bedienfreundlichkeit geht. Und das Beste ist: Diese Kamera ist nicht nur schön, sondern auch smart. Sobald du sie in die Hand nimmst, wird dir schnell klar, dass das Retro-Design nur der Aufhänger ist, denn ihr wirklicher Charme liegt in ihrer Leistungsfähigkeit.
Technische Daten
Sensor | Micro Four Thirds, Stacked BSI |
Megapixel | 20,4 |
IBIS | Ja (5 Achsen) |
ISO | 200–102.400 |
Max. Verschlusszeit (mech.) | 1/8000 |
Max. Verschlusszeit (elektr.) | 1/32000 |
Blitz | Nur Blitzschuh |
Sucher | Elektronisch |
Sucherauflösung | 5,76 Mio. Punkte |
Vergrößerung | 0,83-fach |
Video | Bis zu 4K 60p 10 bit |
Speichermedium | Single SD |
Gewicht | 499 g |
Akku | BLX-1 |
Akkulaufzeit | ca. 590 Auslösungen |
Abmessungen | 139 × 89 × 46 mm |
Erscheinungsdatum | Februar 2025 |
Stärken
Robustes Gehäuse
Gute Foto- und Videoleistung
Großartige JPEGs direkt aus der Kamera
Gleicher Stacked-Sensor und Prozessor wie bei der OM System OM-1 Mark II
Ausgezeichnete kamerainterne Bildstabilisierung für Handheld-Fotos und -Videos
Nützliche Tools wie Live ND und Live GND für computergestützte Aufnahmen
Schwächen
Größer als andere Micro-Four-Thirds-Kameras
Nur ein SD-Kartensteckplatz
10-Bit-Video auf Log/Hybrid Log Gamma (HLG) beschränkt
Micro-HDMI-Anschluss
Schlechtere Schwachlichtleistung als bei vergleichbaren Vollformatkameras
Design und Handhabung
Optisch erinnert die OM System OM-3 mit ihrer flachen Front, ihrer Deckplatte und den zahlreichen physischen Einstellrädern an die klassischen 35-mm-Analogkameras von Olympus: die Olympus OM-1 und Olympus OM-2.

Nahaufnahme der Einstellräder einer gebrauchten OM System OM-3
Bei Verwendung von größeren Objektiven fehlt manchen Fotograf:innen ein handlicher Griff, aber ich hatte selbst mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO keine Probleme, das viele als „groß und schwer“ bezeichnen würden. Als Vollformatfan finde ich das gesamte Setup für das, was es bietet, sogar eher kompakt.

Nahaufnahme eines Einstellrads an einer gebrauchten OM System OM-3
Das Gehäuse der OM System OM-3 besteht aus einer Magnesiumlegierung, die ihm ein angenehmes Gewicht und Robustheit verleiht. Außerdem hält es Staub und Feuchtigkeit stand (IP53), und ich habe schon Videos gesehen, in denen die Kamera sogar bei heftigem Regen nicht schlapp machte (aber vielleicht solltest du trotzdem besser die Angaben des Herstellers beachten).

Rückseite einer gebrauchten OM System OM-3
Bedienelemente: Die OM-3 hat jede Menge Stärken (aber natürlich auch ein paar Schwächen). Abgesehen vom üblichen PASM-Moduswahlrad gibt es zwei anpassbare Einstellräder auf der Deckplatte, einen gut platzierten Funktions- und Videoaufnahmeknopf auf der rechten Seite und ein Moduswahlrad für Foto/Video/Slow und Quick links am Gehäuse. Daneben befindet sich ein Elektronischer Sucher (EVF)/LCD-Knopf und ein separater Ein-/Aus-Knopf. Über letzteren kann man sich streiten, da man zwei Hände braucht, um die Kamera ein- und auszuschalten: eine zum Halten, die andere zum Betätigen des Schalters. Aber zum Glück lässt sich die Kamera gut personalisieren, und du kannst den mit dem Daumen gut erreichbaren Hebel so konfigurieren, dass er stattdessen als Ein-/Ausschalter funktioniert.
Auf der Rückseite befindet sich ein 3-Zoll-Variwinkel-Touchdisplay mit 1,62 Mio. Bildpunkten, das sich für Selfies um 180 Grad drehen lässt, sowie ein OLED-EVF, das einige als zu klein empfinden. Ich selbst hatte damit aber keine Probleme.
Wie bei der Nikon Zf sind einige, die es beim Fotografieren lieber puristisch mögen, keine Fans von schwenkbaren Displays an Kameras wie der OM-3. Ich fand es aber besonders beim Filmen sehr praktisch – und wenn man wie ich auf einem Mittelalterfest über die Menge hinweg fotografieren und trotzdem klare Aufnahmen erhalten möchte.

Rückseite einer gebrauchten OM System OM-3
Es gibt auch noch zwei weitere Bedienelemente am Gehäuse, die ich als ziemlich einzigartig und nützlich empfand. Zuerst wäre da der vielseitig konfigurierbare Schalter mit integrierter Computational Photography (CP)-Taste, den du als zusätzlichen Ein-/Ausschalter, zur Fokusteuerung und für vieles mehr nutzen kannst.
Mit der CP-Taste kannst du die ganze Magie der computergestützten Fotografie nutzen und erhältst Zugriff auf alle coolen Aufnahmemodi: hohe Auflösung (50 Megapixel aus der Hand und 80 Megapixel auf einem Stativ), Fokus-Stacking, HDR, Mehrfachbelichtung und meine Favoriten: Live ND und Live-Gradationsfilter (GND).
Live ND ermöglicht Langzeitbelichtungen oder offenblendige Aufnahmen auch bei hellem Tageslicht (ähnlich wie mit einem physischen Neutraldichtefilter). Mit Live GND kannst du den Himmel dunkler machen, während dein Hauptmotiv korrekt belichtet bleibt, und sogar die Stärke, Härte und Position des Filters auf dem Touchscreen anpassen. Lass deine Filter also ruhig zu Hause, wenn du mit dieser Kamera unterwegs bist, denn auch Live GND liefert dir RAW-Dateien in voller Auflösung statt nur JPEGs.

Kreatives Einstellrad an einer gebrauchten OM System OM-3
Kreatives Einstellrad
Ein weiteres einzigartiges Bedienelement an der OM System OM-3 ist das kreative Einstellrad an der Vorderseite mit seinem tollen haptischen Feedback. Mit ihm kannst du schnell zwischen den verschiedenen Farbmodi – Standard, Monochrom, Kunstfilter und Colour Creator – hin und her wechseln.
Die Kunstfilter und den Colour Creator (CRT)-Modus fand ich persönlich ehrlich gesagt etwas übertrieben, da Effekte wie Lochkamera, Rahmen und Aquarell sehr an die Anfänge von Instagram erinnern. Der CRT-Modus verleiht dem Bild hauptsächlich einen gewissen Farbton, was zwar Spaß macht, ich aber nicht sehr oft verwenden würde. Der Monochrom-Modus hingegen ist absolut brillant.

Jakub Golis | OM System OM-3 | Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO | 100mm | f/4 | 1/1000 | ISO 200
Im Farbmodus kannst du die Sättigung bestimmter Farben ändern und die allgemeine Kontrastkurve anpassen. Im Gegensatz dazu liefert dir der Monochrommodus wunderschöne Schwarz-Weiß-Bilder direkt aus der Kamera, die sich mit verschiedenen Einstellungen wie zusätzlicher Körnung weiter anpassen lassen (Achtung, Fujifilm!). Und wenn du gerne Fotos wie auf Film machst, können die kreativen Modi der OM-3 mit Digitalkameras im Analogstil definitiv mithalten.
Abgesehen davon, dass es zum Experimentieren anregt, kannst du mit dem kreativen Einstellrad auch sofort von Farbe zu Monochrom wechseln, ohne in Menüs zu versinken. Ich persönlich fand es einfach großartig. Natürlich gibt es Situationen, in denen du die vollständigen Daten der RAW-Dateien brauchst, aber ehrlich gesagt ist die Qualität der JPEGs so hoch, dass du sie problemlos direkt aus der Kamera verwenden kannst.
Sensor und ISO
Das Innenleben der OM-3 hat viele Ähnlichkeiten mit der Profikamera OM System OM-1 Mark II, darunter der rückseitig belichtete Micro-Four-Thirds-Stacked-Sensor mit 20,4 Megapixeln. Was die Bildqualität angeht, liefern die beiden Kameras ähnliche Ergebnisse. Die Hauptunterschiede liegen im Design und der Bedienfreundlichkeit, und die OM System OM-1 Mark II ist die robustere und praktischere Wahl für professionelles Arbeiten wie in der Sportfotografie oder Wildlife-Fotografie. Obwohl beide starke Ergebnisse und eine hervorragende Autofokusleistung bieten, musst du bei der OM System OM-3 mit einem kleineren Sucher, nur einem Kartenslot und ohne Griff auf der Vorderseite auskommen. Für längere und schwerere Objektive ist sie also weniger gut geeignet. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie dieser Sensor in einer Profikamera abschneidet, ist unser OM System OM-1-Testbericht eine passende Lektüre.
Links: JPEG direkt aus der Kamera bei ISO 6400 mit standardmäßiger Rauschunterdrückung. Rechts: 100 %iger Zuschnitt der RAW-Datei bei ISO 6400 ohne Rauschunterdrückung.
Beim Testen der ISO-Leistung der OM-3 in RAW bei ISO 6400 war ein leichtes Rauschen zu sehen, das bei Werten über ISO 25600 noch deutlicher wurde. Bei ISO 51200 gab es seltsame Verfärbungen und ISO 102400 ist ein absolutes No-Go.

Jakub Golis | OM System OM-3 | Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO | 100mm | f/4 | 1/250 | ISO 200 | Bearbeitet
Autofokus und Bildstabilisierung
Abgesehen vom Sensor haben die OM System OM-3 und das High-End-Modell OM System OM-1 Mark II auch noch eine weitere Gemeinsamkeit: den TruePic X-Prozessor, der eine starke Autofokusleistung verspricht. Der Autofokus ist zwar nicht so zuverlässig wie bei einigen der neuesten Sony-Kameras, liefert aber trotzdem gute Ergebnisse. Er ist schnell, und auf die kontinuierliche Motivverfolgung ist selbst bei 50 Bildern pro Sekunde Verlass (Hinweis: Bei 120 Bildern pro Sekunde erfolgt die Fixierung von Fokus und Belichtung im ersten Bild).
Trotz gelegentlicher Aussetzer, bei denen einige Bilder in den Hochfrequenzmodi nicht perfekt fokussiert waren und der Fokuspunkt bei schwacher Beleuchtung leicht hinter den Augen des Motivs lag, ist der Autofokus sowohl für Foto- als auch für Videoaufnahmen gut geeignet. Je nach Bedarf kannst du aus verschiedenen Autofokusmodi und zu verfolgenden Motiven wählen, darunter Menschen, Vögel, Tiere, Züge, Autos und Flugzeuge.

Freihandaufnahme direkt aus der Kamera mit einer Belichtungszeit von 0,5 Sekunden mit der Live ND-Funktion
OM System (und zuvor Olympus) ist bekannt für seine Sensorstabilisierung, und die OM System OM-3 ist da keine Ausnahme. Mit kompatiblen Objektiven erreichst du eine Stabilisierung um bis zu 7,5 Blendenstufen, und die Kamera leistet im Alltag gute Dienste. Sogar bei maximaler Brennweite gelangen mir mit dem Olympus-Objektiv gute Videoaufnahmen ohne Verwacklungen. Die Rolling-Shutter-Leistung der OM-3 sorgt dabei für zusätzliche Stabilität. Kombinierst du das Ganze dann noch mit der Live ND-Funktion, kannst du bei Tageslicht Langzeitbelichtungen machen, ohne ein Stativ mitzuschleppen (oder den ISO-Wert bei schlechter Beleuchtung zu verringern).
Bildqualität
Insgesamt ist die Bildqualität der OM System OM-3 wirklich hervorragend, und die JPEGs direkt aus der Kamera sind meiner Meinung nach kaum zu übertreffen. Wenn du noch mehr Kontrolle willst, erhältst du aber auch RAW-Dateien, die du nach Belieben bearbeiten kannst. Was mich ein wenig überraschte war, wie stark sich die Funktionen für computergestützte Fotografie sowohl auf die RAW- als auch auf JPEG-Dateien auswirken.
Links: Aufnahme Live GND Rechts: Aufnahme ohne Live GND
Im Vergleich zu anderen Kameras mit viel höheren Auflösungen mögen 20 Megapixel nicht viel erscheinen, aber ich versichere dir, dass sie mehr als ausreichen. Beim Vergleich eines großformatigen Prints einer 12-Megapixel-Datei mit dem einer 45-Megapixel-Datei konnte ich aus normaler Distanz keinen erheblichen Unterschied erkennen. Wenn du für professionelle Aufnahmen aber wirklich mehr als 20 Megapixel benötigst, kannst du entweder den High-Res Shot-Modus verwenden oder dich nach Alternativen mit einem größeren Sensor wie Fujifilms Mittelformatkameras umsehen (zum Beispiel in unserem Leitfaden zu den Kameras der Fujifilm GFX-Serie).

Jakub Golis | OM System OM-3 | Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO | 100mm | f/4 | 1/50 | ISO 320 | Bearbeitet
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass das Standardseitenverhältnis von Micro-Four-Thirds-Kameras wie der OM System OM-3 4:3 ist. Wenn du also Familienfotos im Format 10 x 15 cm drucken möchtest, musst du sie entweder zuschneiden oder nicht den gesamten Sensor verwenden. Das ist in der Regel keine große Sache, aber wenn du wie ich immer noch Fotos für das Familienalbum ausdruckst, solltest du dir bewusst sein, dass du das Seitenverhältnis auf 3:2 ändern musst, wenn du mit einer Micro-Four-Thirds-Kamera fotografierst.
Videoleistung
Die OM System OM-3 ist eine Hybridkamera, die nicht nur hervorragende Fotos, sondern auch Videos liefert. Mit ihr gelingen 4K-Aufnahmen mit bis zu 60p und Full-HD-Videos mit bis zu 240p. Die 4K-Aufnahmen wirken sowohl bei Standardbildraten als auch bei 60p scharf und hochwertig. Der voreingestellte Videoschärfungseffekt ist für meinen Geschmack etwas zu stark, lässt sich aber in den Einstellungen leicht anpassen.

Standbild aus einer Videoaufnahme mit leichter Kurvenanpassung: 4K/60p OM-Log400 10-Bit 4:2:0
Die Entscheidung des Herstellers der OM System OM-3, nur beim Filmen mit Log- oder HLG-Profilen 10 Bit 4:2:2 zu ermöglichen, ist umstritten. Ansonsten bist du auf standardmäßige 8 Bit beschränkt. Manche Hybridfotograf:innen sind darüber nicht sehr glücklich, wenn du mich fragst, ergibt es aber durchaus Sinn. Du gewinnst schließlich nicht viel, wenn du in einem Standardprofil mit 10 Bit filmst, und solltest definitiv nicht in einem Log-Profil mit nur 8 Bit Farbtiefe filmen. Lies auch unseren Artikel über den Unterschied zwischen 8-Bit- und 10-Bit-Video.
Das hochwertigste OM400-Log-Material mit H.265 10-bit 4:2:2 wird dich bestimmt nicht enttäuschen. Es ist äußerst detailreich und bietet eine natürliche Farbwiedergabe sowie jede Menge Flexibilität bei der Nachbearbeitung.
Standbild aus einer 4K/24p-Videoaufnahme mit dem Cine 2-Bildprofil der OM System OM-3
Wenn du lieber ein anderes Farbprofil als 10-Bit-Log für deine Videoaufnahmen verwenden möchtest, bietet die OM System OM-3 zwei neue Alternativen: Cine 1 und Cine 2. Cine 1 erinnert mich an Sonys S-Cinetone, das etwas flacher ist als ein Standardprofil, aber direkt aus der Kamera großartig aussieht und sich ohne aufwendiges Grading schnell bearbeiten lässt. Cine 2 liefert einen stilisierteren Look mit angehobenen Schatten und ausgeprägten Rottönen. Persönlich hat es mir nicht so gut gefallen, aber ich kann mir vorstellen, dass es sich gut für minimalistische Grading-Setups eignet, für die du kein 10-Bit-Log brauchst.
Die OM System OM-3 hat sowohl Mikrofon- als auch Mini-Klinkeneingänge für Kopfhörer, aber leider nur einen Micro-HDMI-Ausgang. Trotzdem bietet sie die nötige Flexibilität, um ein RAW-Videosignal an ein externes Aufnahmegerät auszugeben.
Für wen eignet sich die OM-3?
Die OM-3 hat mich definitiv überzeugt, aber nicht begeistert. Auch wenn das vielleicht etwas kleinlich klingt: Mir hat ihr Verschlussgeräusch nicht gefallen. Die OM System OM-3 ähnelt einer Vintage-Spiegelreflexkamera, und diese Kameras erzeugen beim Fotografieren in der Regel ein angenehmes Knirschgeräusch. Die meisten von uns können mit diesem Manko wahrscheinlich gut leben, aber wenn ich eine Kamera für den täglichen Gebrauch auswähle, möchte ich, dass das Fotografieren mit ihr so viel Spaß wie möglich macht.

Jakub Golis | OM System OM-3 | Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO | 100mm | f/4 | 1/1000 | ISO 200 | Bearbeitet
Abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt hat mich die OM System OM-3 in fast allen Punkten überzeugt. Mit einer der besten JPEG-Farbwiedergabe-Engines auf dem Markt liefert sie wunderschöne Fotos, und ihre Funktionen für computergestützte Fotografie sind ausgesprochen nützlich. Und wenn du nach einer Kamera suchst, die sich nahtlos in dein Video-Setup einfügt, ist sie dafür ebenfalls bestens geeignet.
Insgesamt ist sie eine sehr leistungsfähige Option für stilbewusste Content Creation, Reisefotograf:innen oder für alle, die hochwertige Fotos machen und dabei eine Kamera in der Hand halten möchten, die obendrein auch noch schick aussieht. Für professionelle Tierfotos bist du mit der OM-1 aber besser beraten.
Alternativen
Die OM-3 bietet zwar viele Alleinstellungsmerkmale, ist aber bei weitem nicht deine einzige Option. Hier ein paar weitere Empfehlungen, die zu deinem Stil oder deinen Bedürfnissen passen könnten:

Gebrauchte Nikon Zf
Nikon Zf
Die Nikon Zf kommt der OM System OM-3 sehr nahe, wenn du nach einer Vollformatkamera suchst. Im Gegensatz zur OM-3, die bei knapp unter 500 g liegt, wiegt sie allerdings über 700 g. Sie sieht großartig aus, liefert hochwertige Fotos und ermöglicht Aufnahmen mit einer geringeren Schärfentiefe. Sowohl das Kameragehäuse als auch die Objektive sind aber größer als bei der OM-3 und du musst mit geringeren Bildraten auskommen.

Gebrauchte OM System OM-1
OM-1 Mark I oder Mark II
Sowohl die OM System OM-1 als auch die OM System OM-1 Mark II hatte ich ja schon erwähnt. Wenn dir das Aussehen nicht so wichtig ist und du nach dem zuverlässigsten, robustesten Micro-Four-Thirds-Gehäuse mit zwei Kartensteckplätzen suchst, das auch mit größeren Objektiven gut nutzbar ist, könnten diese beiden Modelle etwas für dich sein.
Panasonic Lumix G9 II
Die Panasonic DC-G9 II ist zu einem ähnlichen Preis erhältlich wie die OM System OM-3, bietet aber stärkere Videofunktionen, einen größeren und schärferen elektronischen Sucher mit zwei Kartensteckplätze, was sie zu einer besseren Wahl für Hybridfotograf:innen macht, die Wert auf professionelle Kontrolle legen. Ihr Gehäuse ist allerdings spürbar größer und schwerer als das der OM-3.

Gebrauchte Fujifilm X-T5
Fujifilm X-T5
Die Fujifilm X-T5 bietet mit ihren 40 Megapixeln, zwei UHS-II-Steckplätzen und einem hochauflösenden elektronischen Sucher mit 3,69 Millionen Bildpunkten zusätzliche Flexibilität. Fujifilms Farbtechnologie und Filmsimulationen sind nach wie vor stark, und es gibt auch solide 6,2K/4K-Videooptionen. Auch bei diesem Modell musst du auf das bei OM-3-Fans so beliebte Retroerlebnis nicht verzichten. Mehr dazu erfährst du in unserem Fujifilm X-T5-Testbericht. Wenn du hauptsächlich Fotos machst und Wert auf maximale Detailtreue sowie zwei Speicherkartensteckplätze legst, ist die X-T5 eine gute Wahl. Wenn dir aber Geschwindigkeit, Bildstabilisierung und leichte Objektive wichtiger sind, passt die OM-3 vielleicht besser zu dir.

Gebrauchte Fujifilm X100VI
Fujifilm X100VI
Die Fujifilm X100VI bietet dir ein klassisches Setup mit festem Objektiv, einem hybriden elektronischen Sucher und einem größeren APS-C-Sensor, während du mit der OM-3 die Flexibilität von Wechselobjektiven, Wetterschutz, einen schnelleren Stacked-Sensor und kamerainterne computergestützte Funktionen bekommst. Lies auch unseren Fujifilm X100VI-Testbericht.
FAQs
Was ist der Unterschied zwischen der OM System OM-1 Mark II und der OM System OM-3?
Die OM System OM-1 Mark II ist die robustere, professionellere Option mit zwei Kartensteckplätzen und einem besseren Griff. Die OM System OM-3 bietet denselben Sensor in einem kleineren, retro-inspirierten Gehäuse mit Fokus auf Stil und kreative Tools.
Was ist der Unterschied zwischen der Olympus OM-2 und der OM System OM-3?
Die Olympus OM-2 ist eine klassische analoge Spiegelreflexkamera, während die OM System OM-3 (2025) eine moderne digitale spiegellose Kamera mit Vintage-Look ist.
Welche Olympus- oder OM-Systemkamera ist die beste?
Für Analogfotograf:innen ist die Olympus OM-1 die erste Wahl. Die OM System OM-1 Mark II ist die fortschrittlichste Profioption für Digitalfotograf:innen.
Was ist der Unterschied zwischen der Canon EOS R7 und der OM System OM-3?
Die Canon EOS R7 hat einen größeren APS-C-Sensor und bietet mehr Leistung bei wenig Licht. Die OM System OM-3 ist kleiner, leichter und sorgt neben einer starken Bildstabilisierung für computergestützte Funktionen.
Weitere Testberichte findest du auf dem MPB-Blog.
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