A black-and-white photo of a person walking by a unique background

Wissen: 14 Tipps für Schwarz-Weiß-Streetfotografie

Veröffentlicht am 16. Juni 2025 von MPB

Schwarz-Weiß-Aufnahmen und Farbfotos erfordern ein unterschiedliches fotografisches Gespür. Der Prozess ist zwar im Grunde derselbe, aber durch das Weglassen der Farbe stehen bei der Schwarz-Weiß-Fotografie andere Aspekte im Vordergrund.

In diesem Artikel teilt Dokumentarfotograf Ian Howorth, der bereits zwei Fotobücher herausgebracht hat und dessen Arbeiten unter anderem in The Guardian und The New York Times veröffentlicht wurden, wertvolle Tipps für die Schwarz-Weiß-Streetfotografie.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/4 | 1/3000 | ISO 1600

Wir haben Ian zusammen mit der Leica M10 Monochrom, dem Zeiss Biogon T* 35mm f/2 ZM M und dem Leica 50mm f/2 Summicron-M nach New York geschickt, wo er für uns auf den Straßen unterwegs war.

Wenn du Ians Abenteuer in NYC in bewegten Bildern erleben möchtest, sieh dir unser YouTube-Video an. Unser Videograf Justin aus Brooklyn hat für das Video die Sony FX3 und das Sony 24-70mm f/2.8 GM verwendet und die Tonaufnahmen mit dem Rode Wireless GO II gemacht.

Jetzt aber ohne weitere Umschweife zu unseren Top-Tipps für die Schwarz-Weiß-Streetfotografie:

1. Lass Farbe einfach mal Farbe sein

Los geht's mit einem einfachen Tipp: So banal es auch klingen mag, so schwer fällt es im Eifer des Gefechts oft, sich nicht auf Farben zu konzentrieren. Wenn du also beim Anblick einer Leuchtreklame mit knallgelber Schrift eine gewisse Begeisterung verspürst, solltest du dich davon am besten gleich wieder verabschieden. Das Motiv mag in Farbe zwar toll aussehen, in Schwarz-Weiß wirkt es aber oft langweilig, welhalb du dich bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen lieber auf andere Aspekte konzentrieren solltest.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/6.8 | 1/250 | ISO 1600

Aber wenn nicht bei den Farben, wo fängt man am besten an?

2. Achte besonders auf Licht und Schatten

Licht und Schatten sind ein guter Ausgangspunkt für die Schwarz-Weiß-Fotografie, denn so kannst du deinen Fotos auch ohne Farbakzente den gewissen Pepp verleihen. Weichere Schatten passen gut zu einem eher filmischen Stil, bei dem die Kontraste zwischen Hell und Dunkel nicht so stark sind. Wenn die Sonne hingegen auf ihrem höchsten Punkt steht, entstehen starke Kontraste und dunkle Schatten, die für ein völlig anderes Flair sorgen. Wie so oft in der Streetfotografie kommt es hier aber vor allem auf deinen persönlichen Geschmack an.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/2.8 | 1/1000 | ISO 160

3. Sorge für möglichst wenig Ablenkung

Unabhängig vom Genre sollte bei deinem Motiv möglichst wenig vom Wesentlichen ablenken. Überlege dir also im Voraus, was du mit deiner Aufnahme erreichen möchtest. Solange etwaige Ablenkungen nicht im Mittelpunkt des Bildes stehen, lassen sich kleinere Makel bei der Bildbearbeitung mit Photoshop oder einer ähnlichen Bildbearbeitungssoftware natürlich auch noch im Nachhinein entfernen. Dennoch solltest du dich schon bei der Aufnahme voll und ganz auf dein Motiv konzentrieren.

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Schachspiels in einem Park

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 50mm f/2 Summicron | 50mm | f/11 | 1/1500 | ISO 800

Auch durch einen anderen Blickwinkel lassen sich Ablenkungen oft vermeiden. Wenn bei deinem Motiv bei der Aufnahme von links ein unerwünschtes Objekt im Bild ist, versuche es einfach von rechts. Ein schneller Wechsel des Winkels kann Wunder wirken, wenn es darum geht, Objekte im Hintergrund ein- oder auszuschließen.

4. Fotografiere im RAW-Format

Das RAW-Format sorgt bei deinen Schwarz-Weiß-Streetfotos für höchste Bildqualität. RAW-Dateien sind verlustfrei, das heißt, sie nehmen unkomprimierte Daten von deinem Kamerasensor auf. Da sie aber auch sehr viel Speicherplatz in Anspruch nehmen, solltest du unbedingt mehrere Speicherkarten dabeihaben, damit du genug Platz für alle Aufnahmen hast.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/4 | 1/350 | ISO 1600

Ein großer Vorteil von RAW-Dateien ist, dass sie dir viel mehr Flexibilität bei der Nachbearbeitung bieten. Bei Aufnahmen im JPEG-Format werden automatisch bestimmte Einstellungen auf deine Bilder angewendet, und viele Daten gehen dauerhaft verloren. Das führt beispielsweise zu Einschränkungen bei den Tonwerten, fehlenden Details in überbelichteten Bereichen und weniger detailgenauen Schatten. Kurz gesagt bietet das RAW-Format also neben einer höheren Qualität auch mehr kreative Kontrolle.

5. Spiele mit der Belichtung

Wenn du starke Kontraste willst, empfiehlt sich das Fotografieren zur Mittagszeit, wenn die Sonne besonders hoch steht. So erhältst du die richtige Belichtung, um bestimmte Bereiche hervorzuheben und dunkle Schatten zu erzeugen. Wenn du aber einen eher filmischen Look bevorzugst, solltest du weichere Schatten suchen, bei denen der Belichtungsunterschied zwischen Hell und Dunkel geringer ist. Du kannst auch das eine oder andere Bild um ein paar Blendenstufen unterbelichten, damit bestimmte Texturen in der Nachbearbeitung besser zur Geltung kommen. Probier einfach aus, was dir am besten gefällt – so findest du am schnellsten zu deinem eigenen Stil.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/5.6 | 1/3000 | ISO 1600

6. Suche nach interessanten Hintergründen

Schwarz-Weiß-Aufnahme einer Person, die sich vor einem einzigartigen Hintergrund bewegt

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/11 | 1/90 | ISO 1600

Ein langweiliges Foto vor einem tristen Hintergrund beeindruckt niemanden. Finde einen interessanten Ort, der dein Motiv und das gesamte Bild zum Leben erweckt. Am besten suchst du dir einen Ort, der zu deinem Motiv und der Stimmung passt, die du den Betrachter:innen vermitteln möchtest. Einzigartige Hintergründe bieten vielfältige Möglichkeiten für dynamische Aufnahmen. Mit einem Springbrunnen als Bildmittelpunkt fängst du beispielsweise eher spannende Interaktionen mit der Umgebung ein als mit einem Mülleimer.

7. Hab Geduld

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/16 | 1/1000 | ISO 800

Geduld ist eine Tugend – besonders für erfahrene Streetfotograf:innen. Selbst die einfachsten Aufnahmen brauchen manchmal viel Geduld, bis alles passt. Egal, ob du auf ein bestimmtes Paar Schuhe, eine coole Frisur oder ein strahlendes Lächeln aus bist, warte lieber, bis sich die richtige Gelegenheit ergibt, anstatt dich mit einem schlechteren Foto zufrieden zu geben, nur weil es schneller geht.

8. Arbeite an deiner Komposition

Komposition und Motiv gehen Hand in Hand. Auch hier kann weniger mehr sein. Verbanne also alles aus deinem Bild, was nicht zu der Stimmung passt, die du vermitteln möchtest. Die Nachbearbeitung beginnt im Prinzip schon beim Fotografieren. Überlege dir also am besten schon vor Ort, welche Motive in deinem Bild enthalten sein sollen und welche nicht. 

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/6.8 | 1/500 | ISO 1600

Der perfekte Schnappschuss gelingt wahrscheinlich nicht auf Anhieb, aber oft reicht eine Sekunde aus, um magische Momente einzufangen. Vielleicht findest du etwas Statisches wie ein Plakat, ein Gebäude oder einen Baum, die nur darauf warten, dass jemand vorbeikommt. Das Warten auf das richtige Motiv an der richtigen Stelle kann manchmal der Schlüssel zum perfekten Foto sein.

9. Fange Emotionen ein

Emotionale Momente in der Fotografie gekonnt einzufangen, ist oft leichter gesagt als getan. Sie lassen sich meist nicht vorhersagen und schon gar nicht erzwingen, es gibt aber gewisse Methoden, um zumindest ein Minimum an Emotionen mit deiner Kamera einzufangen.

Indem du dich beispielsweise auf die Augen einer Person konzentrierst, kannst du eine Fülle von Emotionen vermitteln. Die kleinste Augenbewegung kann den entscheidenden Unterschied zwischen einem freudigen und einem traurigen Gesichtsausdruck machen.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/9.5 | 1/1000 | ISO 1600

Die richtige Komposition kann in puncto Emotionen viel bewirken. Aufnahmen von oben lassen dein Motiv klein erscheinen und vermitteln ein Gefühl von Unsicherheit oder Verletzlichkeit. Wenn du von unten fotografierst, kannst du den Eindruck von Stärke und Ehrfurcht erzeugen.

Emotionen lassen sich natürlich auch ohne Menschen im Bild einfangen. Aufnahmen von Tieren vermitteln oft eine Menge Emotionen – stell doch einfach mal einen freudig wedelnden Hund bei seiner Gassirunde vor, oder eine Katze, die entspannt auf dem Sofa liegt. Ähnliches gilt für unbelebte Objekte wie zerbrochenes Glas, das für Herzschmerz stehen kann, oder eine aus dem Asphalt sprießende Pflanze, die Hoffnung symbolisiert.

10. Nutze negativen Raum

Negativer Raum ist ein wichtiges Tool im Werkzeugkasten von Streetfotograf:innen. Wenn du ihn nutzt, um die Balance zwischen Motiv und Umgebung herzustellen, kannst du in deinem Bild ganz einfach Schwerpunkte setzen. Auch wenn du dich weiterhin an die Drittelregel hältst, kannst du mit deinen anderen Bildelementen spielen und experimentieren. Probier doch zum Beispiel mal aus, ein Motiv aufzunehmen, das sich direkt vor der Kamera befindet, und eines, das weit in der Ferne liegt. Auch hier gilt es, Ablenkung durch unerwünschte Objekte zu vermeiden.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/6.8 | 1/2000 | ISO 800

Auch durch das Spiel aus Licht und Schatten lassen sich negative Räume schaffen. Versuche, durch das Zusammenspiel von weichen und harten Strukturen Kontraste in deinen Aufnahmen zu erzeugen. Du kannst negative Räume auch ganz einfach selbst kreieren, indem du mit der Bildkomposition und der Schärfentiefe spielst: Mit einem unscharfen Hintergrund kommt dein Motiv beispielsweise besser zur Geltung.

11. Passe deine ISO-Einstellungen an

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/6.8 | 1/2000 | ISO 800

Die ISO-Einstellung deiner Kamera – eines der drei Elemente des Belichtungsdreiecks – gehört zu den Grundpfeilern der Fotografie. Sie bestimmt, wie viel Licht in die Kamera gelangt, und beeinflusst somit die Helligkeit des Bildes. Je höher die ISO-Einstellung, desto lichtempfindlicher ist die Kamera. Bei schlechten Lichtverhältnissen solltest du also die ISO-Einstellung erhöhen, bei hellem Licht solltest du sie hingegen entsprechend verringern.

12. Verwende ein Festbrennweitenobjektiv

Objektive mit Festbrennweite sind ein Muss für die Schwarz-Weiß-Streetfotografie – egal, ob du ein 35-mm-, 50-mm- oder 85-mm-Objektiv verwendest. Sie bieten eine höhere optische Qualität als Zoomobjektive und sorgen für schärfere Details, die bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen noch besser zur Geltung kommen. Die Festbrennweite bietet mehr Freiheit beim Fotografieren, und der hervorragende Autofokus erleichtert schnelle Aufnahmen. Dank ihrer größeren maximalen Blende eignen sich Objektive mit Festbrennweite ideal für Situationen mit schlechten Lichtverhältnissen und ermöglichen eine geringere Schärfentiefe.

Ein weiterer Vorteil von Festbrennweitenobjektiven ist, dass sie in der Regel leichter sind. Durch ihre kompakte Bauweise sind sie handlicher und einfacher zu transportieren, sodass du beim Fotografieren weniger zu schleppen hast und dich freier bewegen kannst.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/16 | 1/180 | ISO 800

Wenn du ein Objektiv für ein anderes Genre als die Streetfotografie suchst, hilft dir vielleicht unser Leitfaden zum Thema Kameraobjektive für jedes Genre der Fotografie weiter.

13. Respektiere die Privatsphäre anderer

Datenschutz war schon immer eine Grauzone in der Straßenfotografie. Am besten hörst du auf dein Bauchgefühl und entscheidest spontan, was in der jeweiligen Situation angemessen ist. Nachdem du ein Foto von jemandem gemacht hast, solltest du dich aus Höflichkeit kurz mit der Person unterhalten.

Gehe bei der Streetfotografie respektvoll mit anderen um und verrate ihnen, was du mit deinen Bildern vorhast, wenn dich jemand danach fragt. Gehe offen auf Menschen zu, besonders wenn eine Person sich nicht besonders wohl dabei fühlt, abgelichtet zu werden. 

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/2.8 | 1/500 | ISO 1600

Sich über die Rechtslage beim Fotografieren von Fremden in der Öffentlichkeit zu informieren, ist auf jeden Fall hilfreich. Unabhängig davon kannst du aber immer auf Nummer sicher gehen, indem du das Bild einfach löschst, wenn jemand Einwände dagegen hat, fotografiert zu werden.

14. Lerne von den Profis

Sich Inspiration von anderen Künstler:innen zu holen ist grundsätzlich hilfreich. Wenn du denkst, dass du schon alles weißt, kannst du dich auch nicht weiter verbessern. Halte also die Augen und Ohren offen, wenn erfahrene Fotograf:innen etwas von ihrem Wissen teilen. Auch wenn du nicht hundertprozentig von ihrer Arbeit überzeugt bist, kannst du trotzdem neue Tipps oder Techniken aufgreifen, um dich als Fotograf:in weiterzuentwickeln – irgendetwas müssen die anderen schließlich richtig machen, um sich als Profis zu behaupten.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/4 | 1/750 | ISO 1600

Aber wo kannst du am besten von anderen lernen? Ein guter erster Anlaufpunkt sind die sozialen Medien, wo viele Künstler:innen Einblicke in ihre Prozesse geben. Aber auch Bücher, Artikel und Videoanleitungen können sehr hilfreich sein.

FAQs

Welche Einstellungen sollte ich für meine Schwarz-Weiß-Streetfotografie verwenden?

Wenn du keine spezielle Schwarz-Weiß-Kamera wie die Leica M10 Monochrom hast, probier mal den Schwarz-Weiß-Modus deiner Kamera aus. So siehst du die Welt durch den Sucher direkt in Schwarz-Weiß und vermeidest Fotos, die in Farbe ganz anders wirken würden.

Mit einem automatischen Weißabgleich kannst du schnell fotografieren, ohne manuell auf Änderungen der Beleuchtung reagieren zu müssen. Dies ist in der Schwarz-Weiß-Fotografie besonders nützlich.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/3.4 | 1/500 | ISO 1600

Die ideale Verschlusszeit hängt davon ab, was du aufnimmst. Bei perfekt für Schwarz-Weiß-Aufnahmen geeigneten Motiven solltest du eine niedrige Verschlusszeit wählen, um die höchstmögliche Bildqualität zu erhalten. Wenn sich dein Motiv aktiv bewegt, erhöhe die Verschlusszeit, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

Wenn du nachts fotografierst, versuche es mit höheren ISO-Werten im Blendenprioritätsmodus. So gelangt mehr Licht in die Kamera, wenn es draußen dunkel ist.

Weitere grundlegende Tipps und Techniken für den Einstieg in die Fotografie findest du auf dem MPB-Blog.

Warum ist Schwarz-Weiß in der Streetfotografie so beliebt?

Bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen werden die Bilder (und die Welt) auf das Wesentliche reduziert. Der monochrome Look vermittelt ein Gefühl von Einfachheit und Zeitlosigkeit, das mit Farbfotos nur schwer zu erreichen ist. So konzentrieren sich die Betrachter:innen automatisch eher auf Licht, Schatten, Texturen usw. Unzählige berühmte Straßenszenen wurden ebenfalls in Schwarz-Weiß aufgenommen, und viele Fotograf:innen setzen diese Tradition mit Begeisterung fort.

Ian Howorth | Leica M10 Monochrom | Leica 21mm f/2.8 Elmarit-M | 21mm | f/5.6 | 1/3000 | ISO 1600

Ein weiterer Vorteil von Schwarz-Weiß-Aufnahmen ist, dass sie Emotionen oft besser transportieren, weil bei ihnen das Motiv stärker in den Vordergrund tritt. Dies ist besonders hilfreich, wenn du Menschen, Haustiere oder ähnliche Motive auf der Straße fotografierst.

Im Zusammenhang mit der Streetfotografie ist es auch erwähnenswert, dass viele Faktoren außerhalb deiner Kontrolle liegen. Hier fehlt dir oft die Zeit, um alle Aspekte – einschließlich der Farben – sorgfältig anzupassen, und Schwarz-Weiß-Aufnahmen helfen dir, die gewünschte Stimmung einzufangen, ohne dass dich unerwartete Ablenkungen vom Weg abbringen.

Kann ich Schwarz-Weiß-Fotos auch mit meinem Handy machen?

Viele Smartphones bieten die Möglichkeit, in Schwarz-Weiß zu fotografieren. Möglicherweise musst du nachträglich einen Filter anwenden oder die Sättigung verringern, aber mit etwas Geschick lassen sich so durchaus gute Schwarz-Weiß-Aufnahmen erzielen. An die Qualität einer professionellen Kamera kommst du damit allerdings nicht heran und auch dein Spielraum bei Schatten, Belichtung, Helligkeit und anderen Einstellungen ist deutlich geringer.

Fazit

Mit diesen Tipps dürfte deinen Schwarz-Weiß-Fotos nichts mehr im Wege stehen, aber vergiss nicht, auch deine eigene Persönlichkeit in deine Arbeit einfließen zu lassen. Bewährte Methoden sind zwar oft sehr effektiv, sollten aber immer nur als Orientierungshilfe betrachtet werden. Wenn du deinen persönlichen Stil unterdrückst, fehlt deinen Fotos das gewisse Etwas. Bring also immer deine eigene Perspektive mit ein, um deinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen deine persönliche Handschrift zu verleihen.

Weitere Tipps und Techniken findest du in unserem umfassenden Leitfaden: Streetfotografie. Wenn du speziell deine Porträts auf der Straße verbessern möchtest, lies unsere 15 Tipps für bessere Straßenporträts. Suchst du nach dem perfekten Setup für deine Streetfotografie? Dann wirst du in unserem Artikel über die 5 besten Kameras für Streetfotografie bestimmt fündig.


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